DENIC: ENUM soll noch in diesem Jahr starten
Der Name ENUM leitet sich von "Electronic Numbering" bzw. "Telephone Number Mapping" ab und ist ein Internetstandard, mit dem sich Telefonnummern auf Internet-Domains abbilden lassen. Mit ENUM sollen Nutzer so ihre gesamte Kommunikation über eine Rufnummer abwickeln können. Einmal in das Adressverzeichnis eingetragen, erfolgt die Zuordnung zu den jeweils passenden Ausgabegeräten über den ENUM-Nameserver.
ENUM nutzt dazu das Domain Name System (DNS), das eine logische Verbindung zwischen den numerischen IP-Adressen der ans Internet angeschlossenen Rechner und Domains herstellt. Das ENUM-Protokoll verwendet nun die Infrastruktur des DNS, um Informationen über die verfügbaren Dienste bereitzuhalten, die einer Telefonnummer zugeordnet sind.
ENUM soll in den letzten Monaten gewaltige Fortschritte gemacht haben und hat nach Meinung vieler Fachleute die Praxisreife erlangt. Schon im Testbetrieb hat der potenzielle Nutzer die Auswahl unter mehr als 50 Anbietern. Im letzten halben Jahr hat sich die Zahl der ENUM-Domains auf fast 1.700 verdoppelt. Dies erscheint wenig im Vergleich zu 8,5 Millionen .de-Domains. Unter jeder ENUM-Domain lassen sich jedoch komplette Telefonanlagen mit vielen 100 bis 1.000 Nebenstellen betreiben, so dass die Zahl der Anwender von ENUM deutlich höher liegt als die Zahl der Domains.
Auch die Erfahrungen, die man in Österreich gemacht hat, sprechen für eine rasche Markteinführung. "Eine zu lange Testphase wirkt hemmend, das Engagement bei den Anbietern lässt nach bzw. kommt erst gar nicht in Gang", meinte Robert Schischka, Geschäftsführer der österreichischen Registrierungsstelle enum.at, die den Schritt in den Markt im Dezember 2004 vollzogen hat. In Deutschland will die DENIC diesem Beispiel so bald als möglich folgen.
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