IDF: Pimp My Ride und SpaceShipOne

Intel-CEO mahnt zur Innovationsfreudigkeit

Im Rahmen eines Vortrags über die Notwendigkeit von Bildungsförderung und Erfindungsgeist ließ Intels Noch-CEO Craig Barrett auf dem IDF Spring 2005 auch ungewöhnliche Gäste zu Wort kommen. So stellte das aus der MTV-Sendung "Pimp my Ride" bekannte Autoaufmotz-Team ein computerisiertes Chrysler-Coupé vor und der private Weltraum-Pionier und SpaceShipOne-Entwickler Burt Rutan betonte die Wichtigkeit von Inspiration durch große Erfindungen.

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West Coast Customs - Chrysler Coupé
West Coast Customs - Chrysler Coupé
Die hinter Pimp My Ride steckende Autowerkstatt West Coast Customs zeigte einen zum Coupé umgebauten Chrysler. In diesen hat das Team ein Centrino-Notebook als Board-Computer eingebaut, das die Musikanlage ansteuert, als elektronischer Rückspiegel, vernetztes Navigations- und Informationssystem dient und per PDA ferngesteuert werden kann, etwa um ein bestimmtes Lied aus der Musiksammlung abzuspielen oder um per Kamera das Auto beobachten zu können. Das Notebook selbst ist unter der Autoeinrichtung verborgen, während das Display in der Mittelkonsole sitzt.

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Rutan, der mit seinem SpaceShipOne 2004 den für private Raumfahrt ausgelobten X Prize gewonnen hat, steckt auch hinter dem gerade ausgeführten Weltumflieger-Projekt. Er zeigte sich zuversichtlich, dass in 10 bis 14 Jahren - auch durch das SpaceShipOne inspiriert - ein großer Raumfahrt-Boom einsetzen wird. In etwa 12 bis 15 Jahren soll es dann möglich sein, für bis hinunter zu 15.000 US-Dollar für einen kurzen Moment ins All zu fliegen.

Burt Rutan
Burt Rutan
Das Wichtistge am SpaceShipOne sei aber nicht die Senkung der Kosten, sondern dass vor allem der Wiedereintritt relativ sicher möglich ist. Rutan zufolge bietet SpaceShipOne bei Weltraumflügen etwa die Flugsicherheit von Flugzeugen des Jahres 1930. In Hinblick auf Entwicklungen und Ideen nur auf Sicherheit zu setzen, würde hingegen den Fortschritt verhindern, betonte Rutan, man dürfe die eigenen Kinder nicht langweilen, sondern müsse sie inspirieren.

Barrett ergänzte dazu, dass man nicht vor dem eigenen Versagen Angst haben dürfe, die meisten Hürden würde man sich selbst errichten. "Entwickelt einfach Technologien", so Barrett an die auf dem IDF versammelten Entwickler. Barrett will sich nach seiner Ablösung durch den jüngeren Gelsinger vor allem der Bildungsförderung widmen und ließ es sich nicht nehmen, das US-Bildungssystem als unzureichend und negativ für die wirtschaftliche Entwicklung zu kritisieren. Intel investiert jährlich rund 100 Millionen US-Dollar in die Mathematik- und Technikausbildung. Außerdem will Barrett auch nach dem CEO-Wechsel die Wimax-Entwicklung vorantreiben, die WLAN-Technik wird ihm zufolge für große Umwälzungen im Markt sorgen.

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