Spieletest: Dead Or Alive Ultimate - Schickes Xbox-Geprügel
Remake der klassischen Beat'em-Ups. Im letzten Teil der Dead-Or-Alive-Reihe schickten die Entwickler von Tecmo noch Bikini-Mädels aufs Volleyball-Feld, jetzt besann man sich wieder auf seine Wurzeln – und präsentiert wieder einmal etwas dichter bekleidete Herrschaften, die statt Volleybällen die Fäuste fliegen lassen. Dead Or Alive Ultimate ist dabei gleich zwei Prügelspiele in einem – auch wenn beide wahren Prügelspielfans prinzipiell schon bekannt sein müssten.
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Letztendlich verbirgt sich hinter Dead Or Alive Ultimate nämlich eine Zusammenfassung des ersten und des zweiten Teils der Reihe, die einst in den Spielhallen und auf 16-Bit-Konsolen für Furore sorgten. Während der erste Teil denn auch kaum aufgebohrt wurde und somit vor allem für Retro-Fans interessant ist, hat es Dead Or Alive 2 wirklich in sich – denn hier ist nur noch das prinzipielle Gameplay mit dem Klassiker identisch, die Präsentation hingegen wurde immens aufgemotzt.
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Mit Dead Or Alive 3 hatte Tecmo ja gleich zur Veröffentlichung der Xbox ein traumhaft schönes Prügelspiel parat, das Remake von DOA 2 sieht allerdings noch einen Tick besser aus – und ergattert somit ganz ohne Zweifel die Optik-Krone unter den Beat'em-Ups. Die Charaktere sind immens detailreich modelliert und bewegen sich äußerst geschmeidig und flüssig; hinzu kommen lebendige Hintergründe, die vor netten Einfällen und wunderschönen Farben nur so strotzen.
Diese Hintergründe lassen sich natürlich auch gleich in die Kampfhandlungen einbeziehen – man kann Kontrahenten nicht nur von Plattformen stürzen, sondern sie auch durch Fenster schmeißen, die Wände mit ihnen zerbröckeln oder sie auf schmerzhafte Kakteen stoßen. Die Steuerung ist wie von der DOA-Reihe gewohnt recht simpel und intuitiv, so dass kaum eine lange Einarbeitungszeit vonnöten ist, was Profis auf der anderen Seite allerdings ein wenig unterfordern könnte.
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Ohnehin ist der Schwierigkeitsgrad sehr niedrig angesetzt – der rudimentäre Story-Modus von DOA 2 lässt sich praktisch innerhalb einer halben Stunde durchspielen. Für längeren Spielspaß sorgt da natürlich der sehr gute Multiplayer-Modus sowie die Xbox-Live-Unterstützung, die es möglich macht, weltweit gegen andere Charaktere anzutreten.
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Wer die langen Zwischenvideos aus DOA 3 mochte, wird hier etwas enttäuscht, da nur zu Beginn längere Videopassagen zu sehen sind; dafür dürfte allerdings das große Set an neuen Kostümen und die sehr schicken Arenen entschuldigen.
Dead Or Alive Ultimate ist exklusiv für die Xbox erhältlich, Umsetzungen für andere Plattformen wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Der Preis liegt bei knapp 60,- Euro, freigegeben ist das Spiel ab 16 Jahren.
Fazit: Die Integration des ersten DOA-Teils ist sicherlich nur etwas für absolute Fans der Reihe, das Remake des zweiten Spiels hingegen stellt nicht weniger als die neue Beat'em-Up-Referenz für die Xbox dar – so schön hat man sich auf der Microsoft-Konsole bisher nicht prügeln können. Dank zusätzlicher Xbox-Live-Unterstützung darf bedenkenlos zugegriffen werden.