Abo
  • Services:

Philips entwickelt Plastik-Speicher für RFIDs

Kunststoff-Transistor überlebt auch tiefe Temperaturen

In der Entwicklung von Datenspeichern auf Kunststoffbasis ist Philips einen großen Schritt vorangekommen. Das Unternehmen kann jetzt Plastik-Speicher herstellen, die sich auch durch Gießen oder Drucken auf einen Untergrund aufbringen lassen.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Entwicklung von Materialien mit halbleiterähnlichen Eigenschaften auf Kunststoffbasis ist in den letzten Jahren zwar populär, aber unerwartet schwierig verlaufen. Erste Muster des inzwischen legendären "Tesa-ROMs" etwa, das auf einer holographischen Folie Terabytes an Daten speichern sollte, sind auch nach über zehn Jahren noch nicht marktreif.

Stellenmarkt
  1. Eckelmann AG, Wiesbaden
  2. DATEV eG, Nürnberg

Philips hat sich jetzt weniger auf die Datenmasse als mehr auf den universellen Einsatz der Plastik-Speicher konzentriert. Halbleiter auf Silizium-Basis scheiden bei vielen Anwendungen aus, da sie nicht biegsam sind und ihre elektrischen Eigenschaften sich mit der Temperatur verändern. Etwa bei den umstrittenen RFID-Tags für Lebensmittel sind sie darüber hinaus teuer und bisher recht aufwendig in andere Materialien einzubetten.

Das soll ein neuer ferroelektrischer Feld-Effekt-Transistor (FeFET) nun ändern, den Philips in Zusammenarbeit mit der holländischen Universität in Groningen erfunden hat. Das Dielektrikum, das den Transistor am Boden isoliert, ist dabei aus einem Polymer gefertigt. Die gesamte Schaltung soll mit den geringen Stromstärken und Spannungen eines RFID-Bausteins kompatibel sein.

Der FeFET-Transistor lässt sich durch Anlegen einer Spannung in einen definierten Ladezustand bringen, den er später auch ohne Strom hält. Damit funktioniert er wie ein Flash-Baustein und eignet sich zur Datenspeicherung. Zum Auslesen muss wieder Spannung anliegen, was die RFID-Tags durch Induktion eines elektromagnetischen Feldes erreichen. Sie sind damit berührungsfrei auslesbar.

Die gesamte Schaltung lässt sich laut Philips bei niedrigen Temperaturen aus einer Substrat-Lösung gießen oder durch Spin-Coating (Rotation und Aufgießen für eine homogene Fläche) auf eine billige Plastik-Folie aufbringen. Silizium-Halbleiter dagegen werden im Laufe ihrer Herstellung mehrfach bei einigen hundert Grad gebacken. Auch das Aufdrucken der Transistoren, ganz ähnlich wie bei einem Tintenstrahl-Drucker, soll laut Philips möglich sein.

Durch diese einfache Applikation auf ein Trägermaterial hofft Philips, seine Technologie direkt für RFIDs auf einer Produktverpackung realisieren zu können. Wann das Verfahren marktreif sein soll, teilte das Unternehmen noch nicht mit. [von Nico Ernst]



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (nur für Prime-Mitglieder)

Christoph 25. Feb 2005

Wie wärs nit einem Tragbaren Magnetron (Mikrowellenherd) das auf die Resonanzfrequenz des...

:-) 25. Feb 2005

...als Otto Normalverbraucher wird man seinen Reisepaß dann nur noch in einer Metall...


Folgen Sie uns
       


Siri auf Deutsch auf dem Homepod

Wir haben uns die deutsche Version von Siri auf dem Homepod angehört. Bei den Funktionen hinkt Siri der Konkurrenz von Alexa und Google Assistant hinterher. Und auch an der Aussprache gibt es noch einiges zu feilen. Apples erster smarter Lautsprecher kostet 350 Euro.

Siri auf Deutsch auf dem Homepod Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Russische Agenten angeklagt: Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton
Russische Agenten angeklagt
Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton

Die US-Justiz hat zwölf russische Agenten wegen des Hacks im US-Präsidentschaftswahlkampf angeklagt. Die Anklageschrift nennt viele technische Details und erhebt auch Vorwürfe gegen das Enthüllungsportal Wikileaks.

  1. Nach Gipfeltreffen Trump glaubt Putin mehr als US-Geheimdiensten
  2. US Space Force Planlos im Weltraum
  3. Gewalt US-Präsident Trump will Gespräch mit Spielebranche

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /