Apple-Gründer kritisiert Vorgehen gegen OS-Leaks
Wie bereits berichtet , hat Apple gegen drei Entwickler Klage erhoben, die eine Vorabversion des neuen MacOS "Tiger" ins BitTorrent-Netz gestellt haben sollen. Bei einem der Beklagten soll es sich um einen kanadischen Schüler handeln, der in den USA lebt.
Ein Interview mit dem Jungen bei DrunkenBlog(öffnet im neuen Fenster) rief jetzt Apples Co-Gründer Steve Wozniak auf den Plan. "Woz", wie er gerne genannt wird, hatte das Unternehmen 1976 zusammen mit Steve Jobs gegründet und sich bereits 1981 aus der Firma zurückgezogen, als Apple mit über 1.000 Angestellten und einem Jahresumsatz von 500 Millionen US-Dollar für den freigeistigen Erfinder zu groß geworden war. An einigen entscheidenden Teilen des ersten Macintosh, unter anderem dem Floppy-Controller, hatte Wozniak jedoch noch mitgearbeitet.
Wozniak hält Apples Vorgehen gegen die Verteiler des neuen MacOS für überzogen, wie er in einer E-Mail(öffnet im neuen Fenster) an DrunkenBlog schreibt: "Es sieht ganz danach aus, als ob es sich dabei um ein unbeabsichtigtes Versehen handelt." Der Schüler gab an, dass er den Code gar nicht der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung habe stellen wollen. Wozniak schlägt sich ganz auf die Seite des Beklagten: "Ich muss fragen, wer in diesem Fall eher Recht hat" . Der Apple-Gründer will dem Schüler 1.000 US-Dollar zu seinen Anwaltskosten zuschießen. [von Nico Ernst]
- Anzeige Hier geht es zum neuen Apple Macbook Pro mit M3 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.