Patente: Open Source gegen OASIS

Lawrence Rosen fordert OASIS zur Änderung ihrer Patentregeln auf

Lawrence Rosen, Justiziar der Open-Source-Initiative, greift zusammen mit zahlreichen Open-Source-Vertretern die neue Patentregelung der OASIS an, eines Gremiums, das sich der Standardisierung von E-Business- und Web-Service-Standards widmet. Die neue "Patent-Policy" der OASIS, unter anderem verantwortlich für das offene Office-Dateiformat von OpenOffice.org und KOffice, stelle eine Gefahr für Open Source und freie Software dar.

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Die Open-Source-Verfechter fordern die Möglichkeit ein, Industriestandards ohne Patent- und Lizenzlasten implementieren zu können. Die neue Patentregelung der OASIS drohe aber, das Entwicklungs- und Lizenzmodell von Open Source zu untergraben, so Rosen in einem offenen Brief.

Die Patentregelung erlaube es, Standards auf so genannten "Reasonable and Non-Discriminatory"-Patentlizenzen aufzusetzen. Mit diesen RAND-Lizenzen werde aber das Open Source zu Grunde liegende Geschäftsmodell diskriminiert, ließen sich entsprechende Standards doch nicht als freie Software oder Open Source implementieren.

Rosen befürchtet, einige große Patentinhaber könnten so unter dem Dach der OASIS neue Standards erarbeiten, um gezielt Open Source und freie Software auszuschließen. Dabei sei die Gefahr nicht neu, man habe bereits hart für eine Open-Source-freundliche Patentregelung des World Wide Web Consortiums (W3C) gekämpft. Nun würden einige Unternehmen versuchen, ihre Position, die im W3C nicht durchsetzbar war, in die OASIS zu tragen.

Zusammen mit seinen Mitstreitern fordert Rosen nun Entwickler auf, keine OASIS-Standards zu implementieren, die nicht offen sind und eine Änderung der Patentregelung zu fordern. OASIS-Mitglieder sollten nicht an Arbeitsgruppen teilnehmen, die an "belasteten" Standards arbeiten.

Zu Rosens Mitstreitern in dieser Angelegenheit zählen unter anderem Bruce Perens, Richard Stallman, Lawrence Lessig, Eben Moglen, Marten Mickos, Tim O'Reilly, Michael Tiemann, Dan Ravicher, Larry Augustin, Mitchell Kapor, Russell Nelson, Guido van Rossum, Eric Raymond und Brian Behlendorf.

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