Siemens: MPEG-2-Stream transportiert MPEG-4-Video (Update)

Mit Mainconcept entwickelte Übertragungstechnik soll DSL-Video flüssiger machen

Damit digitale Videos in hoher Qualität auch über eine DSL-Leitung empfangen werden können, sollen Standards wie MPEG-4 AVC (H.264) eine entsprechend aufwendige Kompression bieten. Erst Siemens und Mainconcept wollen es nun geschafft haben, MPEG-4 AVC in ein DSL-taugliches Produkt zu verwandeln, indem sie die MPEG-4-Daten in einen MPEG-2-Transportstrom verpackten.

Artikel veröffentlicht am ,

Gemeinsam mit der Aachener MainConcept AG entwickelten die Entwickler von Siemens Corporate Technology (CT) ein System, das Videobilder mit dem neuen Kompressionsstandard in platzsparende Datenpakete wandelt, diese effektiv via DSL-Leitung verschickt und am Fernseher schließlich in ein fließendes Videobild umsetzt. Dabei nutzen sie für ihre Übertragung den MPEG-2-Transportstrom als Vehikel zu "dummen" und somit günstigen Endgeräten, während intelligente Server den Datentransfer regeln. Microsoft und Real würden hingegen auf das Real-Time transport Protocol (RTP) und intelligente, aber deutlich teurere Endgeräte setzen.

Stellenmarkt
  1. Informatiker / Ingenieur (m/w/d) (FH) / Bachelor für die Applikationsbetreuung / Entwicklung
    Bayerisches Landeskriminalamt, Königsbrunn
  2. Testingenieur anforderungsbasierte Software-Absicherung (m/w/d)
    Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ingolstadt
Detailsuche

Ein MPEG-2-Signal besteht aus einem Transportstrom und einem Informationsstrom. Während sich in dem Informationsstrom die Audio- und Videodaten befinden, enthält der Transportstrom die Informationen über die Synchronisation der Audio- und Videodaten. Während der MPEG-2-Transportstrom unangetastet blieb, gelang es den Forschern, innerhalb des Informationsstroms MPEG-2 durch H.264 zu ersetzen.

Die Lösung war laut den Siemens-Entwicklern nicht trivial, da sich die Datenmenge eines Videosignals ständig ändert - bei bewegten Szenen verändern sich zugleich viele Bildpunkte und die Datenmenge steigt an, während bei Standbild wenig passiert und die Datenmenge geringer ausfällt. Siemens-Projektleiter Marcel Wagner erklärte dazu: "Unser Ziel war es, trotz dieser Schwankungen einen gleichmäßigen Datenstrom zu erzeugen, also die Daten gewissermaßen in gleich große Päckchen zu packen und in gleichmäßigen Abständen auf die Reise zu schicken. Das liefert derzeit keine andere Lösung auf dem Markt."

Gemeinsam mit dem Codec-Spezialisten MainConcept wählte man eine Methode, bei der die Bild-Bits zeitlich, vom menschlichen Auge nicht wahrnehmbar, ein wenig verschoben werden, um trotz schwankender Bilddatenmengen gleichmäßige Datenflüsse zu erzeugen, die sich über die existierende DSL-Infrastruktur ohne große Probleme übertragen lassen. Das Ziel war es dabei, bei einer DVD-Auflösung von 720 x 576 Pixeln bei unter 2 MBit pro Sekunde zu bleiben, eine Datenrate, die viele schnellere DSL-Angebote verkraften.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    05.-07.12.2022, Virtuell
  2. Deep Dive: Data Architecture mit Spark und Cloud Native: virtueller Ein-Tages-Workshop
    01.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Zusammen mit einer neuen Set-Top-Box, die von Siemens entwickelt wurde und den H.264-Standard decodieren kann, werden die digitalen Informationen am Fernseher wieder zu einem flüssigen Bild zusammengesetzt. Bis Siemens fertige Produkte aus den Forschungsergebnissen von Siemens' Entwicklungszweig Corporate Technology entwickelt, wird allerdings noch etwas Zeit ins Land gehen. Konkrete Produktankündigungen gab es noch nicht, allerdings liefen Wagner zufolge schon erfolgreiche Skalierungs-Tests bei Telekommunikations-Unternehmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Interessent 20. Jul 2007

für uns evtl dennoch interessant. Herr Prochnow - wir hätten ein paar Fragen. Können Sie...

seraphym 23. Feb 2005

hier für dich : <°)))>< selten so einen schwachsinn gelesen...

_ 23. Feb 2005

Sich lustig machen finde ich auch nicht ok - wesentliches mehr als "simples...

SpaMMy_DX 22. Feb 2005

Keine Sorge, MPEG4 aka DivX wird auch in Zukunft ein Untergrundformat bleiben. Die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cybermonday
CPU-Kaufberatung für Spieler

Wir erklären, wann sich ein neuer Prozessor wirklich lohnt und wann man doch lieber warten oder in eine Grafikkarte investieren sollte.
Von Martin Böckmann

Cybermonday: CPU-Kaufberatung für Spieler
Artikel
  1. 400.000 Ladepunkte: Audi startet Ladesäulen-Tarif mit bis zu 0,81 Euro pro kWh
    400.000 Ladepunkte
    Audi startet Ladesäulen-Tarif mit bis zu 0,81 Euro pro kWh

    Am 1. Januar 2023 will Audi seinen Ladedienst Audi Charging starten. Bis zu 0,81 Euro pro kWh werden verlangt.

  2. Netzwerkprotokoll: Was Admins und Entwickler über IPv6 wissen müssen
    Netzwerkprotokoll
    Was Admins und Entwickler über IPv6 wissen müssen

    Sogar für IT-Profis scheint das Netzwerkprotokoll IPv6 oft ein Buch mit sieben Siegeln - und stößt bei ihnen nicht auf bedingungslose Liebe. Wir überprüfen die Vorbehalte in der Praxis und geben Tipps.
    Von Jochen Demmer

  3. Wo Long Fallen Dynasty Vorschau: Souls-like mit Schwertkampf in China
    Wo Long Fallen Dynasty Vorschau
    Souls-like mit Schwertkampf in China

    Das nächste Souls-like heißt Wo Long: Fallen Dynasty und stammt von Team Ninja. Golem.de hat beim Anspielen mehr Gegner erledigt als erwartet.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Monday bei Media Markt & Saturn • Nur noch heute: Black Friday Woche bei Amazon & NBB • MindStar: Intel Core i7 12700K 359€ • Gigabyte RX 6900 XT 799€ • Xbox Series S 222€ • Gamesplanet Winter Sale - neue Angebote • WD_BLACK SN850 1TB 129€ [Werbung]
    •  /