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Staubsauger hilft bei CPU-Kühlung

Sauberer PC läuft 15 Grad Celsius kühler. "Dreck konserviert" – so die alte Archäologenweisheit. Wenig bekannt ist jedoch, dass ein verschmutztes PC-System auch deutlich heißer läuft als ein sauberer Rechner.
/ Ingo Pakalski
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Mit einem halben Dutzend Lüftern in einem durchschnittlichen PC-System wälzt ein solcher Rechner eine beträchtliche Menge Luft um. Was dabei an Staub und eventuell Rauchpartikeln in der Luft schwebt, kann sich an allen möglichen Kanten und glatten Flächen im Inneren des Rechners absetzen.

Problematisch wird das für die Kühlung, wenn sich Lüfter und Kühlkörper langsam mit Staub zusetzen – dann ist Putzen angesagt. Joel Hruska von der populären US-Site Sudhian(öffnet im neuen Fenster) hat dafür einen recht pragmatischen Versuch unternommen: Nach einigen Monaten Gebrauch zeigte die interne Diode seines Athlon 64 FX-55 ganze 65 Grad Celsius Prozessor-Temperatur an. Gemessen hatte er das unter voller Last mit der System-Software Sandra aus dem Hause SiSoft.

Nach einer umfassenden Putzaktion, bei der er vor allem den originalen AMD-Kühler mittels Pressluft vom Staub befreite, erreichte der Prozessor beim selben Test nur noch 50,5 Grad Celsius – ein Unterschied von fast 15 Grad Celsius, wofür Übertakter schon mal in einen Kühler für über 50,- Euro investieren. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, bei den Luft ins Gehäuse blasenden Propellern spezielle Staubfilter anzubringen und diese regelmäßig auszuwaschen. Hruska empfiehlt außer dem haushaltsüblichen Staubsauger auch Druckluft aus der Spraydose oder für Profis, die öfter mehrere Systeme warten, gleich die Anschaffung eines Kompressors. [von Nico Ernst]


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