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Microsoft gegen Viagra-Spam

Internationalen Pharmazie-Gaunern soll das Handwerk gelegt werden. Der US-Hersteller des Potenzmittels Viagra und Microsoft haben parallel Klagen gegen zwei international agierende Spam-Zirkel eingereicht, die Websites betreiben, von denen aus sie illegale "generische" Viagra-Pillen verkaufen. Den Klagen gingen siebenmonatige Ermittlungen der Unternehmen voraus, die zum Ziel hatten, die Medikamentenschieber und die Spammer ausfindig zu machen.
/ Andreas Donath
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Microsoft und Pfizer haben insgesamt 17 Klagen gegen Einzelpersonen eingereicht, die mit der Werbung und dem Vertrieb der potenziell gefährlichen nachgemachten Medikamente zu tun haben sollen. Zudem wurde eine Zivilklage gegen zwei Websites eingereicht, die pharmazeutische Produkte verkaufen, die keine Freigabe der U.S. Food and Drug Administration (FDA) besitzen.

Konkret geht es um die Betreiber von CanadianPharmacy und E-Pharmacy Direct. Microsoft verklagt Spammer, die über den MSN-Hotmail-Service ihren Kunden per E-Mail Werbung zu entsprechenden Medikamenten-Schiebern zustellten, darunter "Discount RX", "Virtual RX" und "EzyDrugStore.com". Insgesamt wurden von diesen Spam-Versendern hunderte Millionen von E-Mails an Hotmail-Kunden verschickt.

Die international agierenden Banden verwendeten teilweise Domain-Namen, die auf völlig unbeteiligte Personen registriert waren. Bestellungen wurden über Rechner in New York erst zu einem Call-Center in Kanada geschickt, wovon aus sie dann nach Indien weitergeleitet wurden. Von dort aus wurden die illegalen und nicht zugelassenen "Medikamente" dann direkt per Luftfracht aus Indien in die USA verschickt und von dort aus an die Kunden wiederum per Luftfracht ausgeliefert.


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