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Intel zeigt MIMO-Funk mit vier Antennen

Höhere Reichweite, weniger Störungen. Die nächste Revolution im Datenfunk kündigt sich an. Intel gelang es erstmals, den kompletten Funk für mehrere Frequenzbänder in einem Halbleiter zu integrieren. Dabei kommen vier parallele Einheiten zum Einsatz.
/ Jens Ihlenfeld
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Bisher krankt digitaler Funk an der Vielzahl der Standards wie GSM, UMTS, WLAN und Bluetooth – und an der analogen Funktechnik. Bisher ist es äußerst aufwendig, mehrere Funktechnologien in einem Gerät zu vereinen, was unter anderem die derzeit noch gegebene Größe von UMTS-Handys erklärt. Zudem müssen bei höheren Frequenzen wie UMTS die einzelnen Funkzellen immer dichter gesetzt werden. Die Alternative wäre, die Sendeleistung in die Empfindlichkeit der Endgeräte zu erhöhen.

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Als bester Ansatz gilt für die Lösung beider Probleme das "silicon radio" – die Vereinung von analoger Funktechnik in einem Halbleiter zusammen mit den Digitalfunktionen. Dabei lassen sich auch mehrere Sender/Empfänger integrieren, aus denen der Chip dann die Signale filtert. Das Verfahren nennt sich "MIMO", kurz für Multiple Input, Multiple Output.

Wie Intel jetzt im Rahmen der ISSCC bekannt gab, befindet sich der erste MIMO-Chip für das 5-GHz-Band mit vier Sendern derzeit im Prototypen-Stadium. Dazu hat der Halbleiter-Riese die Schaltung in 90-Nanometer-Strukturbreite gefertigt, sie kommt mit 1,4 Volt Versorgungsspannung aus. Mit jeder der vier Antennen steigt die Empfindklichkeit um 3 dB, was bei ingesamt 12 dB mehr als einer Verdopplung der Empfindlichkeit und damit der Reichweite entspricht.

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Da bei MIMO jede Antenne mit jedem Sender der Gegenseite kommuniziert, lassen sich auch Störsignale besser filtern. Das betrifft beispielsweise die Funkversorung in Gebäuden. Auch die Richtcharakteristik der Antennen wird weniger wichtig. Das ist bisher zum Beispiel bei einem WLAN-Router mit zwei Antennen zu beobachten, der nur dann optimale Reichweite erzielt, wenn man die Empfangsantennen parallel dazu ausrichtet.

Wann die MIMO-Technologie in Serie geht, ist noch nicht abzusehen. Intel spricht aber bereits von der "nächsten WLAN-Generation", an der das Unternehmen im Rahmen der TGn Sync mitarbeitet. Der kommende WLAN-Standard soll, je nach Ausgestaltung, Datentransferraten von 540 bis 600 MBit/s erlauben. [von Nico Ernst]


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