Sony holt sich Microsofts ehemalige Mythica-Entwickler
"Pacific Northwest Studio" in Seattle gegründet
Sony Online Entertainment (SOE) hat sich mit Matt Wilson den ehemaligen Produzenten von Microsofts eingestelltem Online-Rollenspiel Mythica geschnappt. Wilson sowie weitere ehemalige Microsoft-Spieleentwickler arbeiten nun in einem neuen Entwicklerstudio in Seattle für SOE; beraten werden sie von Ed Fries, der bis Januar 2004 Microsofts Spiele- und Xbox-Entwicklung steuerte.
Matt Wilson wird fortan als Executive Producer für SOE-Seattle, auch als "Pacific Northwest Studio" bezeichnet, tätig sein. Wilson arbeitete über zehn Jahre für Microsoft, um dann nach der Einstellung von Mythica sein eigenes, "FireAnt" getauftes Online-Spiel-Entwicklerstudio mit seinen ehemaligen Microsoft-Kollegen John Smith, Alex Pfaffe, Craig Link und Ed Fries zu gründen. Alle Mitglieder von FireAnt arbeiten nun in Vollzeit für SOE, mit Ausnahme von Ed Fries, der SOE-Seattle als Berater zur Seite stehen soll. Die Mitglieder des SOE-Teams waren zuvor an der Entwicklung von Spielen wie Dungeon Siege, Ultima Online, Wing Commander, Asheron's Call, Mythica und anderen Titeln beteiligt.
Mythica sollte eigentlich die spielerische Tiefe und die Möglichkeiten eines Einzelspieler-Titels mit den Interaktionsmöglichkeiten eines Online-Rollenspiels verknüpfen. Die Story und die Umgebung waren so angelegt, dass sie in bestimmten "privaten Arealen" direkt auf die Handlungen des Spielers reagieren, was eine Personalisierung innerhalb der Online-Welt möglich machen sollte. In diesen Bereichen hätte der jeweilige Spieler dann die zentrale Rolle im Spiel übernommen - ähnlich wie es SOE nun mit EverQuest 2 für einzelne Spieler bzw. Spielergruppen für bestimmte Abenteuer-Zonen einführte und auch von Dark Age of Camelot mit der Erweiterung Catacombs mit sich bringt.
An was genau das SOE-Seattle-Team nun arbeitet, verriet SOE noch nicht. Bekannt gegeben wurde nur, dass man das eigene Angebot an Online-Spielen verbreitern und die Marktposition ausbauen wolle.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed





