GPL 3 frühestens in einem Jahr

Neue GPL-Generation soll in einem offenen Prozess entstehen

Eben Moglen hat auf dem OSDL Enterprise Linux Summit einen Ausblick auf die Arbeit an der kommenden Version der GNU General Public License (GNU GPL) gegeben, der wohl am stärksten verbreiteten Open-Source-Lizenz. Noch seien aber einige nicht triviale Probleme zu lösen, berichtet Peter Galli auf eWeek, der Moglens Rede verfolgte.

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Die GPL 3 soll weiterhin als einheitliche Lizenz weltweit zum Einsatz kommen, die notwendigen Vorarbeiten für die Entwicklung der Lizenz laufen, soll diese doch einige neue Probleme adressieren, die in der aktuellen Version nicht geregelt sind. Dazu zählen vor allem die Punkte Softwarepatente, Web Services und Trusted Computing, meldet eWeek unter Berufung auf Eben Mogeln, der die Überarbeitung der GPL verantwortet. Bereits im Juni 2004 hatte Moglen im Interview mit Golem.de die kommende GPL 3 und die damit zu adressierenden Probleme skizziert.

Auf dem OSDL Enterprise Linux Summit stellt Moglen jetzt klar, dass die Entstehung der GPL 3 ein sehr offener Prozess sein wird. Nicht jeder werde seine Vorstellung in der Lizenz verwirklicht sehen, aber gehört werden. Das gelte auch für Richard Stallman, den Vater der GPL, der aber in jedem Fall das letzte Wort in Sachen GPL 3 haben wird.

Bevor aber ein Entwurf der GPL 3 veröffentlicht wird, stehen laut eWeek wohl noch einige technische Änderungen an der LGPL, der Lesser General Public License, an.

Probleme bereiten vor allem die Themen Web Services und Trusted Computing. Während Moglen für Letzteres noch auf der Suche nach einer Lösung ist, wird das Thema Web Services wohl zu sehr konträren Positionen führen. Heute müssen Anbieter von Web-Diensten ihren Code auch dann nicht veröffentlichen, wenn dieser unter der GPL steht, da sie die Software nicht vertreiben. Dies könnte sich mit der GPL 3 ändern.

Die Arbeit an der GPL 3 soll vor allem am neu gegründeten Software Freedom Law Center erfolgen. Moglen rechnet damit, dass die Entwicklung der Lizenz mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Wie lange der Prozess aber maximal dauern könnte, vermag Moglen nicht abzuschätzen.

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