Bockwurst Files - Auch Folgen für Nutzer der Warez-Site?

Warez-Plattform von 18-Jährigem betrieben

Bereits in der vergangenen Woche schlossen die Behörden eine der größten Download-Seiten für raubkopierte Software. Die Staatsanwaltschaft Görlitz hat jetzt Details zu der Aktion gegen das "Bockwurst Files" genannte Angebot bekannt gegeben und will auch gegen Kunden des Dienstes vorgehen.

Artikel veröffentlicht am ,

Wie die Behörde am 2. Februar 2005 mitteilte, stand die Webseite "bockwurst.dl.am" bereits seit August 2004 unter Beobachtung. Zuletzt hätten dort über 300 Programme zum Download gelegen, mehrere tausend Besucher habe der Dienst jeden Tag gehabt.

Am 26. Januar 2005 seien dann bundesweit 19 Objekte durchsucht worden, darunter auch Büros von Providern und von "Werbepartnern", so die Staatsanwaltschaft Görlitz. Offenbar hatten also auch Unternehmen bei dem illegalen Dienst Anzeigen geschaltet. Bei den Durchsuchungen will die Staatsanwaltschaft neben Hard- und Software auch umfangreiche Unterlagen wie Kontoauszüge sichergestellt haben. Das Material wird derzeit ausgewertet.

Nach den bisherigen Erkenntnissen wurden mit dem Download-Portal über 20.000 Euro Gewinn erwirtschaftet. Als Gründer und Hauptbetreiber der Site nennen die Behörden einen 18-jährigen Abiturienten aus Mecklenburg-Vorpommern.

Neben den Ermittlungen gegen die Betreiber stehen auch die Nutzer im Fadenkreuz der Behörden. "Die Nutzer dieses Angebotes haben sich durch die ausgeführten Downloads wegen der Herstellung von Raubkopien (unerlaubte Vervielfältigung) strafbar gemacht. Die Auswertung der sichergestellten Daten wird daher auch ergeben, welche weitere Zahl von Strafverfahren auf die Ermittlungsbehörden zukommt", ließ die Staatsanwaltschaft Görlitz verlauten.

Dieser Hinweis auf eine möglicherweise hohe Zahl an Verfahren erinnert an den Fall ftp-welt.com. Damals hatte die Staatsanwaltschaft Mühlhausen angekündigt, gegen 15.900 Nutzer dieses Dienstes ein Strafverfahren einzuleiten. Wie viele Kunden "bockwurst.dl.am" hatte, teilten die Behörden bisher noch nicht mit. [von Nico Ernst]

Nachtrag vom 2. Februar 2005, 17:25 Uhr:
Im Forum der Web-Community gulli:world soll sich der ehemalige Bockwurst-Betreiber unter dem Pseudonym punkt1 mittlerweile zur Ankündigung der Staatsanwaltschaft geäußert haben. Demnach seien dank des eingesetzten CGI-Scripts AntiLeech keine IP-Adressen mitgeschnitten worden. Der Staatsanwaltschaft lägen keine Logdateien der Server vor, was das Aufspüren von Bockwurst-Nutzern erschweren könnte.

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noobie 26. Mai 2008

Wollte mal nachfragen wie Viel du gezogen hast?

freumich 28. Sep 2006

Marco33, Du liegst goldrichtig. Was soll denn diese Gesabbere gegen den Bockwurst-Macher...

RA Jüdemann 11. Jul 2006

Hallo wir haben in unserer Kanzlei Mandanten, bei denen die Staatsanwaltschaft Berlin...

halladida555 30. Apr 2006

Hast wohl die €'s massenweise auf einem Konto liegen, bezahlst brav jede...



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