Dell verstärkt Engagement für BTX
Von der PC-Industrie wurde BTX bisher nur sehr zögerlich aufgenommen, da der Standard das PC-Gehäuse radikal neu definiert. So soll unter anderem die CPU nun sehr nahe an der Gehäusefront sitzen, umschlossen von einem Lufttunnel. Dieser kühlt auch Northbridge, Spannungswandler und Speicher.
All das treibt die Kosten in die Höhe, taiwanesische Hersteller entwickelten folglich auch eigene Gehäusekonzepte für Boards im ATX-Format, bei denen der Luftunnel einfacher konstruiert ist. Dell, dem man historischerweise eine enge Verbindung zu Intel nachsagt, springt jetzt jedoch zunehmend in die Bresche. Neben der für Intel-Systeme mit dem stromhungrigen Prescott-Kern notwendigen guten Kühlung durch BTX sollen die neuen Optiplex-PCs aber auch sehr einfach zu handhaben sein.
Der dafür hohe Preis erklärt sich durch das bei Optiplex-Systemen stets mitgelieferte Windows XP Professional. In einer Mittelklasse-Ausstattung (P4 mit 3 GHz, 160-GByte-Festplatte, DVD-Brenner) kostet der Rechner 754,- Euro, wobei auch hier noch Mehrwertsteuer und Versand einzurechnen sind. Dell bietet die Optiplex-Serie vor allem als langlegbige Lösung für Unternehmen an und bietet unter anderem optional fünf Jahre Vor-Ort-Service mit voller Ersatzteilversorgung.
Laut Dell will man die neuen BTX-Rechner ab sofort ausliefern, die deutsche Webseite des Herstellers zeigt jedoch noch Bilder von älteren Optiplex-Modellen mit ATX-Gehäusen. [von Nico Ernst]
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