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USK: Selbstkontrolle für Computerspiele funktioniert

32 Spiele seit 1. April 2003 indiziert

Laut der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) sind im Jahr 2004 etwas mehr Spiele ohne Jugendfreigabe (3,9 Prozent) auf den Markt gekommen als im Vorjahr (2,5 Prozent) - kein Wunder, 2004 war mit Titeln wie Far Cry, Doom 3, Half-Life 2 und Painkiller das Jahr der Ego-Shooter. Obwohl auch die Zahl der indizierten Titel und der Ab-16-Titel leicht anstieg, kam im Jahr 2004 wie in den Vorjahren mehr Kindersoftware auf den Markt.

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Seit der Gründung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) im Jahr 1994 wurden über 12.200 Produktionen eingereicht. Das zehnte Prüfjahr war zugleich das zweite Jahr des neuen Jugendschutzrechts.

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2.152 Titel wurden bei der USK im Jahr 2004 geprüft - zum Vergleich: 2.286 (2003), 1.210 (2002), 949 (2001), 930 (2000) und 849 (1999). Der Anteil geprüfter PC-Titel (PC-DOS, PC/MAC-Hybrid) stieg gegenüber dem Vorjahr nur leicht auf jetzt 55,3 Prozent (Vorjahr 52,0 Prozent). Die absolute PC-Titelanzahl blieb im Vergleich zum Vorjahr gleich: 1.190 (2004), 1.191 (2003), 428 (2002), 421 (2001), 442 (2000), 548 (1999).

Alterseinstufungen der USK in Prozent 2003 2004
Ohne Altersbeschränkung 50,6 40,9
ab 6 Jahren 14,4 13,6
ab 12 Jahren 18,7 21,7
ab 16 Jahren 13,2 19,0
Keine Jugendfreigabe (ab 18) 2,5 3,9
Keine Kennzeichnung (indiziert) 0,6 0,9


Die Anzahl geprüfter Konsolenspiele sank gegenüber dem Vorjahr: 895 (2004), 1.095 (2003), 760 (2002), 528 (2001), 488 (2000), 301 (1999). Für die PlayStation 2 stieg die Titelzahl von 358 (2003) auf 432 (2004). 212 Titel wurden für die Xbox geprüft (202 im Vorjahr). Der GameCube war bei der USK mit 94 Titeln vertreten (138 im Vorjahr). Im Handheld-Bereich wurden 120 Spiele für den Game Boy Advance eingereicht (214 im Vorjahr), auch die ersten sieben Titel für das neue Nintendo DS wurden sieben Mal geprüft.

Der Löwenanteil der Spiele entfiel auch 2004 auf die tradionellen Automatenspiele vom Beat'em Up und Shoot'em Up über die Geschicklichkeitsspiele bis hin zum Rennspiel. Insgesamt wurden in diesen Kategorien wieder am meisten eingereicht: 413 (2004) zu 376 (2003) Titel. Auf Platz zwei stehen erneut die Spielesammlungen mit 197 Titeln (271 im Vorjahr) und Platz drei halten mit 173 Titeln wieder die Sportspiele (170 im Vorjahr).

Ego-, 3rd-Person-, Taktik- und Netzwerk-Shooter schafften es ebenfalls wieder auf ihren vierten Platz, diesmal mit 158 (2004) statt mit 145 (2003) Spielen. Das entspricht 8 Prozent aller eingereichten Titel. Auf Platz fünf folgen Action-Adventures mit 111 Titeln, danach kommen Jump'n Runs (108), Rollenspiele (84), Strategiespiele (80), klassische Adventures (73) und Simulationsspiele (69).

"Die Selbstkontrolle für Computerspiele funktioniert. Die Zusammenarbeit mit den Obersten Landesjugendbehörden klappt gut. Auf Veröffentlichung in Deutschland haben Anbieter auf Grund der Entscheidung 'Keine Kennzeichnung' seit 1. April 2003 in mehr als 30 Fällen verzichtet", erklärte Dr. Klaus-Peter Gerstenberger, der Leiter der USK, zur Jahresbilanz 2004. Einigen Politikern scheint das aber nicht zu reichen, denn sie fordern Produktionsverbote für Gewaltspiele - obwohl die USK-Zahlen keine Welle der "Gewaltspiele" ausmachen lassen.



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