W3C will Web-Services beschleunigen
Werden große Binärdateien in XML kodiert, entstehen vergleichsweise riesige Dateien, die entsprechend viel Bandbreite benötigen und auch Applikationen ausbremsen können. Manche Geräte werden dabei so langsam, dass sie kaum mehr zu benutzen sind.
Diesem Problem will die XML Protocol Working Group des W3C nun mit drei Bausteinen begegnen, die mit SOAP 1.2 zusammenarbeiten.
Das XML-binary Optimized Packaging (XOP) stellt Standardmethoden zur Verfügung, mit denen Applikationen Binärdaten zusammen mit einem XML-Dokument in einem Paket unterbringen können. Damit soll weniger Platz zur Speicherung der Daten und auch weniger Bandbreite zu deren Übertragung benötigt werden. XOP arbeitet dabei auf der Ebene des XML Information Set (Infoset).
Als zweiten Baustein im Bunde steht der "Message Transmission Optimization Mechanism" (MTOM) zur Verfügung, der die von XOP zur Verfügung gestellten Funktionen nutzt, um SOAP-Nachrichten zu adressieren. So soll MTOM für eine optimierte Übertragung der Daten sorgen. Konkret nutzt MTOM HTTP und XOP, um Teile der Binärdaten in einzelnen MIME-Paketen zu verschicken.
Der Resource Representation SOAP Header Block (RRSHB) erlaubt es Empfängern von SOAP-Nachrichten zudem, gecachte Versionen von externen Ressourcen zu nutzen. RRSHB erlaubt also, wahlweise die Original-Datei – identifiziert durch eine URI – oder eine gecachte Kopie, die zur aktuellen SOAP-Nachricht gehört, zu nutzen. In Verbindung mit MTOM soll dies die Verarbeitungsgeschwindigkeit externer Daten deutlich erhöhen.



