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JoWooD-Gründer Tobler verlässt das Unternehmen

Aufsichtsrat erhofft sich mehr Erfolge im internationalen Geschäft

Der JoWooD-Gründer Andreas Tobler verlässt das Unternehmen. Bereits im Dezember 2004 trat auf Grund von Streitigkeiten wegen der enttäuschenden Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Fluent und der nur langsamen Internationalisierung der Aufsichtsrat geschlossen zurück.

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Andreas Tobler war bisher als Vorstand für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Produktmanagement zuständig, am 28. Januar 2005 wird er JoWooD verlassen. Als Nachfolger von Herrn Tobler wurde Herr Dr. Albert Seidl als Vorstandsvorsitzender nominiert. Seidl hatte sich in seiner Rolle als Verantwortlicher des Bereiches Capital Markets der Capital Bank in den vergangenen Jahren bereits um die Entwicklung von JoWooD gekümmert.

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Seit einer Mitte Januar 2005 abgehaltenen außerordentlichen Hauptversammlung ist der neue Aufsichtsrat aktiv und hat einstimmig mit dem Vorstand beschlossen, sich von Tobler zu trennen, "um rasch jene Veränderungen herbeizuführen, die der Hebung des erheblichen Potenzials von JoWooD und insbesondere der Spiel-Ppipeline 2005 entsprechen".

Gründe für den Rücktritt des gesamten Aufsichtsrates am 16. Dezember 2004 sieht die Geschäftsführung in der negativ verlaufenen strategischen Partnerschaft zwischen JoWooD und dem US amerikanischen Unternehmen Fluent. Fluent habe nicht das gewünschte Resultat erbracht, was zu massiven Diskussionen zwischen dem alten Vorstand und dem alten Aufsichtsrat geführt habe. "Offensichtliche, deutliche negative Umsatzabweichungen seit Mitte des Jahres haben zu großen Auffassungsunterschieden zwischen allen Organen geführt", erklärte JoWooD anlässlich der Aufsichtsrat-Neuwahl. Große Aktionärsgruppen hätten schließlich dem Aufsichtsrat das Vertrauen entzogen und die drohende Umbildung zum Rücktritt des gesamten Aufsichtsrates geführt.

Obwohl man die Leistung Toblers anerkennt, macht man ihn auch für das deutliche Verfehlen der Umsatzziele im Jahr 2004, die daraus resultierende Umsatzwarnung, die kritischen Anmerkungen einiger Aktionäre im Zuge der außerordentlichen Hauptversammlung vom 21. Januar 2005 sowie die nicht zufrieden stellende Internationalisierung des Vertriebes verantwortlich. Seidl obliegt nun "die Verbesserung der Vertriebsstruktur, das Ausnützen aller Vertriebspotenziale sowie die Strategiefindung". So sollen der Unternehmenswert sowie das vorhandene Potenzial gesteigert werden.

Tobler soll JoWooD in der Übergangszeit weiterhin beratend zur Verfügung stehen. Für das Jahr 2005 plant JoWooD einen ausgewogenen Mix zwischen PC- sowie Konsolentiteln und den erfolgreichen Marken Gothic sowie Spellforce - auch von dem noch in Entwicklung befindlichen Stargate-Adventure erhofft sich der Publisher viel.



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