OpenSolaris: Sun gibt Betriebssystem samt Patenten frei

Scott McNealy: Wir sind der größte Open-Source-Unterstützer

Nicht IBM, sondern Sun ist der größte Unterstützer der Open-Source-Community, diese Aussage versucht Sun mit seiner Ankündigung von OpenSolaris zu untermauern. Mit dem Startschuss für das Open-Source-Unix OpenSolaris kündigt Sun zugleich an, mehr als 1.600 Patente für Open-Source-Entwickler freizugeben.

Artikel veröffentlicht am ,

Unter OpenSolaris hat Sun eine Community-Website eingerichtet, die zentraler Dreh- und Angelpunkt von Suns Open-Source-Betriebssystem werden soll. Hier soll ab dem zweiten Quartal auch der Source-Code von Solaris 10 unter Suns Open-Source-Lizenz CDDL (Common Development and Distribution License) veröffentlicht werden. Die von der Mozilla Public License (MPL) abgeleitete Lizenz erlaubt es, einzelne Dateien auch mit anderer Software zu verwenden, gleich, ob Open Source oder proprietär, ist aber wohl - wie auch die MPL - inkompatibel zur GPL.

Stellenmarkt
  1. SAP Inhouse Consultant mit Schwerpunkt Logistics (MM) (w/d/m)
    Haufe Group, Freiburg im Breisgau
  2. IT Systems Engineer/IT User HelpDesk/IT-Support (m/w/d)
    Alpla-Werke Lehner GmbH & Co KG, Markdorf
Detailsuche

"Suns Wurzeln liegen in der BSD Unix Distribution, die ich unter einer ersten Open-Source-Lizenz veröffentlicht habe. Ich bin mir sicher, dass der Solaris-Quelltext und seine vielen Innovationen nun letztendlich eine viel höhere Verbreitung finden werden", kommentiert Bill Joy, einer der Gründer von Sun und unter anderem einer der Väter von BSD, der bash, tsch und vi, die Ankündigung. Heute ist Joy Partner von Kleiner Perkins Caufield & Byers Suns.

Neben dem Quelltext von DTrace, der ersten Solaris-10-Komponente, die Sun jetzt als Open Source veröffentlicht, stehen unter OpenSolaris.org Materialien rund um OpenSolaris samt einer knappen Roadmap bereit. Zudem gibt die Seite einen Überblick der Weblogs zahlreicher Solaris-Entwickler.

Zugleich kündigte Sun-Chef Scott McNealy an, Sun werde Open-Source-Entwicklern Zugriff auf mehr als 1.600 Patente, die im Zusammenhang mit OpenSolaris stehen, gewähren - mehr als jedes andere Unternehmen, wie McNealy in Richtung IBM bemerkt. Kürzlich hatte IBM rund 500 Patente für Open-Source-Entwickler zur Verfügung gestellt.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    14.–18. Februar 2022, virtuell
  2. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    15.–17. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Sun will Open-Source-Entwicklern die Möglichkeit geben, die eigenen Patente nutzen zu können, ohne zuvor eine entsprechende Lizenz bei Sun erwerben zu müssen. Damit hofft Sun, neuen Open-Source-Produkten und -Technologien auf den Weg zu helfen. Dabei greift Sun einige Argumente von Softwarepatentkritikern auf und bezeichnet eine starke Konzentration auf geistige Eigentumsrechte als innovationshemmend.

Selbst sieht sich Sun als den größten Unterstützer der Open-Source-Bewegung. Abgesehen von der Universität Berkeley habe man der Open-Source-Community mehr Code zur Verfügung gestellt als jedes andere Unternehmen. Zu den von Sun unterstützten Projekten zählen unter anderem Apache, Mozilla, Gnome, OpenOffice, Grid, JXTA und ODSL.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Framework Laptop im Hardware-Test
Schrauber aller Länder, vereinigt euch!

Der modulare Framework Laptop ist ein wahrgewordener Basteltraum. Und unsere Begeisterung für das, was damit alles möglich ist, lässt sich nur schwer bändigen.
Ein Test von Oliver Nickel und Sebastian Grüner

Framework Laptop im Hardware-Test: Schrauber aller Länder, vereinigt euch!
Artikel
  1. FTTH: Liberty Network startet noch mal in Deutschland
    FTTH
    Liberty Network startet noch mal in Deutschland

    Das erste FTTH-Projekt ist gescheitert. Jetzt wandert Liberty von Brandenburg nach Bayern an den Starnberger See.

  2. 5.000 Dollar Belohnung: Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen
    5.000 Dollar Belohnung
    Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen

    Tesla-Chef Elon Musk bot einem US-Teenager jüngst angeblich 5.000 US-Dollar, damit der seinen auf Twitter betriebenen Flight-Tracker einstellt.

  3. Let's Encrypt: Was Admins heute tun müssen
    Let's Encrypt
    Was Admins heute tun müssen

    Heute um 17 Uhr werden bei Let's Encrypt Zertifikate zurückgezogen. Wir beschreiben, wie Admins prüfen können, ob sie betroffen sind.
    Eine Anleitung von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 12GB 1.499€ • iPhone 13 Pro 512GB 1.349€ • DXRacer Gaming-Stuhl 159€ • LG OLED 55 Zoll 1.149€ • PS5 Digital mit o2-Vertrag bestellbar • Prime-Filme für je 0,99€ leihen • One Plus Nord 2 335€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Sennheiser Gaming-Headset 169,90€ [Werbung]
    •  /