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Bericht: Siemens-Handy-Sparte wird erneut Verluste machen

Lösung für Problemsparte gesucht. Einem Artikel des Handelsblattes zufolge soll die Siemens-Handy-Sparte dem Konzern erneut einen hohen Verlust bescheren. Das Blatt, das sich auf nicht näher konkretisierte Branchenkreise beruft, schreibt von einem Quartalsverlust ungefähr in Höhe des Vorquartals und damit einem operativen Verlust von ungefähr 141 Millionen Euro.
/ Andreas Donath
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Was nun mit der Handy-Sparte geschieht, ist wohl noch nicht entschieden. So werde nicht erwartet, dass Siemens die Sparte schließt – es werde eher eine Partnerschaft erwogen.

Ein Verkauf dürfte nicht leicht werden, da Siemens nach Einschätzung des Handelsblattes kaum seine Marke aus der Hand geben werde. Ein erneuter Sanierungsversuch hingegen stehe nach Analysten-Meinung wohl kaum zur Debatte. Wegen der "besonders großen Herausforderungen" kündigte Siemens-Chef Heinrich v. Pierer in einer Weihnachtsbotschaft an die Mitarbeiter "schmerzhafte Einschnitte" an.

Als Partner kämen vor allem asiatische Handy-Hersteller in Frage, die ein Interesse haben, ihre Präsenz in Europa zu verbessern. Einem früheren Bericht der Wirtschaftswoche zufolge soll der koreanische Konzern LG Interesse an der Handy-Sparte von Siemens haben, ein LG-Sprecher dementierte aber jegliches Interesse an einer entsprechenden Übernahme.

Auch das chinesische Unternehmen und Kooperationspartner von Siemens, Ningbo Bird, habe Siemens bereits eine Absage erteilt. Übrig bleiben vor allem NEC und Matsushita bzw. deren Handy-Marke Panasonic.


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