Sun: IBM soll Solaris unterstützen
Man habe in der Vergangenheit bereits gut zusammengearbeitet, z.B. bei Java oder der Liberty Alliance, der auch IBM mittlerweile beigetreten ist. In Kürze werde Sun mit Solaris 10 das sicherste Betriebssystem ausliefern, das die Welt je gesehen habe. Zudem bringe Solaris 10 zahlreiche Mainframe-Funktionen mit und sei für über 300 Systeme von Herstellern wie IBM, Dell, HP und natürlich Sun verfügbar, so Schwartz. Solaris läuft auf Suns SPARC-Prozessoren sowie x86- und AMD64-kompatiblen CPUs.
Man werde zudem der erste Open-Source-Anbieter sein, der ein kommerzielles Produkt mit echter Schadensersatzgarantie gegen Urheberrechtsansprüche Dritter anbietet, zielt Schwartz auf IBMs Rechtsstreit mit SCO.
Zahlreiche Kunden hätten IBM gebeten, Softwareprodukte wie WebSphere, DB2, Tivoli, Rational oder die MQSeries für Solaris 10 anzubieten und Sun gebeten, sich dafür öffentlich bei IBM stark zu machen. IBMs Zurückhaltung werde seitens der Kunden als Versuch einer Lockin-Strategie wahrgenommen, mit der IBM versuche, die eigenen Kunden an seine Power5-Plattform zu binden.
Der Aufwand, Applikationen für Solaris 8 oder 9, aber auch von Linux auf Solaris 10 zu portieren, ist Sun zufolge minimal und erfordere höchstens ein Neu-Kompilieren der Anwendung. Schwartz verspricht, IBM beiseite stehen zu wollen, um – in Anlehnung an Ronald Reagans berühmte Worte ("Mr. Gorbachev, tear down this wall!") – die "Mauer einzureißen".



