Erster nForce-Chipsatz für Server und Workstations

Opteron-Anbindung über nur einen Chip

Nvidia hat am heutigen Montag, dem 24. Januar 2005, seinen ersten Chipsatz für Server und Workstations vorgestellt. Der "nForce Professional" vereint in nur einem Chip die wichtigsten Funktionen und kann auch mit mehreren Opterons umgehen.

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Auf Basis des nForce 4 und nForce 4 SLI hat Nvidia seine erste Lösung für professionelle Anwendungen designt. Der nForce Professional soll dabei vor allem durch hohe I/O-Leistungen überzeugen, die aus seiner flexiblen Nutzung der PCI-Express-Lanes resultieren.

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Der Kern des Chipsatzes ist der "nForce Professional 2200": Dieser Northbridge-Chip bringt 20 PCIe-Lanes mit, die bis zu vier Controllern flexibel zugeordnet werden können - etwa auch für zwei 8x-Grafikkarten für eine Low-Cost-Workstation. Daneben bringt er vier Serial-ATA-Ports mit bis zu 300 MByte pro Sekunde mit, die "command queueing" beherrschen. Dabei werden, ähnlich wie bei SCSI, durch den Controller die Befehle an die Platten in eine optimale Reihenfolge gebracht, was den Durchsatz erhöht. Zusammen mit vier herkömmlichen parallelen ATA-Ports ergeben sich 16 ansteuerbare Laufwerke mit RAID-0+1-Funktion. Ein klassischer PCI-Bus und 10-USB-2.0-Schnittstellen sind ebenfalls integriert.

Der 2200-Chip bietet darüber hinaus einen Port für Gigabit-Ethernet, für den Nvidia den derzeit höchsten Durchsatz aller Gigabit-Lösungen verspricht - mit Benchmarks hält sich das Unternehmen aber noch zurück. Möglich sein soll die hohe Leistung durch aktive Lastenverteilung per Hardware sowie durch die direkte Anbindung an den Prozessor über HyperTransport.

AMDs schneller Bus bietet auch eine interessante Erweiterung von nForce-Pro-Systemen. Die Opterons kommunizieren ja bekanntlich untereinander, ohne auf einen Chipsatz angewiesen zu sein. Wer nun Mehrprozessorsysteme bauen will, kann jedem Opteron noch einen "nForce Professional 2050" zur Seite stellen, der gleich viele I/O-Ports wie der Haupt-Chip 2200 bietet. Der 2050 ist auch nötig, wenn zwei Grafikkarten per SLI zusammengeschaltet werden sollen. Damit arbeiten dann auch zwei 16x-Grafikkarten zusammen.

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Auch schon mit nur einem 2200 dürfte der nForce-Pro für die Systemhersteller recht attraktiv sein, da sich die Board-Kosten durch den einzigen notwendigen Chip für sämtliche Ports reduzieren lassen. Einzig um die Grafik muss man sich noch kümmern, da der Chipsatz keine integrierte Grafik bietet. Hier kommen dann vielleicht bei dem ein oder anderen Hersteller auch im Server Nvidias billige TurboCache-Grafikkarten ins Spiel. Mit IBM und Sun konnte Nvidia schon zwei starke Kunden für den nForce Professional gewinnen. Weitere Unterstützung soll der Chipsatz von den Mainboard-Herstellern Iwill, PNY und Tyan erhalten. Auch der bisher für Spiele-PCs bekannte Hersteller Alienware will demnächst Produkte mit dem neuen Chipsatz vorstellen. [von Nico Ernst]

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