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Geschrumpfter Nokia 9300 Communicator erhältlich

Nokia 9300 Communicator ohne Kamera, mit Bluetooth und Speicherkarten-Steckplatz. Der im Vergleich zum Nokia 9500 Communicator deutlich kleinere 9300 Communicator ist nach Herstellerangaben ab sofort erhältlich. Der Neuling weist einen Speicherkarten-Steckplatz sowie eine Bluetooth-Anbindung auf und besitzt keine Digitalkamera, was das Gerät für Geschäftskunden interessant macht. Im Unterschied zum 9500 Communicator muss man beim kleineren Bruder auf WLAN verzichten.
/ Ingo Pakalski
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Das Gehäuse des Nokia 9300 Communicator misst 132 x 51 x 21 mm, was somit etwa ungefähr den Ausmaßen eines Nokia 6310i entspricht, das allerdings ohne die Mini-Tastatur auskommt. Diese wurde im Vergleich zu den anderen Communicator-Modellen überarbeitet, um alle Tasten in das kleinere Gehäuse zu bekommen. Vorbildlicherweise bietet die QWERTZ-Tastatur auch passende Tasten für deutsche Umlaute, so dass man die Tastatur ohne großes Training verwenden kann.

Wenn das Gerät zusammengeklappt ist, steht ein Display mit einer Auflösung von 128 x 128 Pixeln bei maximal 65.536 Farben sowie eine darunter befindliche Handy-Klaviatur für die normalen Telefonfunktionen zur Verfügung. Nach dem Aufklappen erhält man die QWERTZ-Tastatur und darüber das Hauptdisplay mit einer Auflösung von 640 x 200 Pixeln bei ebenfalls maximal 65.536 Farben. Im Symbian-Smartphone steckt eine Speicherkapazität von 80 MByte, die sich per MMC-Speicherkarte über einen entsprechenden Steckplatz auf bis zu 2 GByte erweitern lässt. Zum Lieferumfang gehört eine 128-MByte-Karte.

Das Tri-Band-Smartphone für die GSM-Netze 900, 1.800 und 1.900 MHz unterstützt GPRS der Klasse 10, EDGE und auch HSCSD. Über Bluetooth kann drahtlos mit anderen Geräten kommuniziert werden und eine Infrarotschnittstelle ist enthalten. Auf WLAN muss man allerdings beim Nokia 9300 Communicator verzichten.

Der Nokia 9300 Communicator setzt auf Symbian 7.0S mit der Series 80 Platform und bringt bereits eine Reihe von Applikationen mit. So lassen sich Adressdaten, Termine, Aufgaben und Notizen verwalten. Ferner kann über einen mitgelieferten E-Mail-Client auf Postfächer per POP3 oder IMAP4 zugegriffen werden. Als Option erhält man das Gerät auch mit der Funktion BlackBerry Connect, was jedoch nicht zum Lieferumfang der Standardversion gehört. Der E-Mail-Push-Dienst übermittelt E-Mails im Hintergrund auf das Gerät, so dass man bequem auf aktuelle E-Mails zugreifen kann.

Der mitgelieferte Opera-Browser unterstützt die Web-Standards WAP 1.2.1, HTML 4.01, JavaScript 1.3 und XHTML, wobei auch verschlüsselte Verbindungen per SSL möglich sind. Office-Applikationen sollen die Bearbeitung von Textdokumenten, Tabellen und Präsentationen gestatten, wobei die Microsoft-Formate ab Office 97 unterstützt werden. Alle Daten lassen sich mit einem PC abgleichen.

Für sichere Datenverbindungen integrierte der Hersteller zahlreiche Sicherheitsstandards. Neben der SSL-Unterstützung kam ein VPN-Client hinzu, um so über eine gesicherte Verbindung etwa auf Firmendaten im Unternehmensnetzwerk zugreifen zu können. Auch eine Personal Firewall und ein Virenscanner gehören zum Lieferumfang. Zu den weiteren Leistungsdaten zählen Java, MMS-Unterstützung, eine Fax- sowie eine Freisprechfunktion, während ein Vibrationsalarm leider fehlt.

Der 167 Gramm wiegende 9300 Communicator schafft nach Herstellerangaben mit einer Akkuladung eine Sprechzeit von bis zu 4 Stunden und muss im Empfangsmodus spätestens nach knapp 10 Tagen an die Steckdose.

Der Nokia 9300 Communicator soll ab sofort zum Preis von rund 700,- Euro ohne Mobilfunkvertrag erhältlich sein.

Kommentar:

Die ersten Eindrücke vom Nokia 9300 Communicator hinterlassen leider ein durchwachsenes Bild: Begeistern können die kompakten Maße, womit die Communicator-Reihe vom Image wegkommt, dass es sich dabei um klobige Geräte handelt, die unter anderem den Spitznamen "Knochen" verpasst bekommen haben. Mit dem 9300 Communicator steht ein hemdtaschentaugliches Modell bereit, das ein vorzügliches Farbdisplay mit einer Auflösung von 640 x 200 Pixeln aufweist. Das Display lässt sich bei allen Lichtumgebungen gut ablesen, aber leider handelt es sich weiterhin nicht um einen Touchscreen, so dass man das Gerät nicht über den Bildschirm steuern kann.

Während die QWERTZ-Tastatur mit deutschen Umlauttasten leicht zu bedienen ist und keinen Grund zur Klage liefert, enttäuscht der 5-Wege-Navigationsknopf, weil dieser selbst für kleine Hände arg klein geraten ist und die Bedienung damit schon ein wenig Übung erfordert. Allzu leicht führt man versehentlich einen Befehl aus, anstatt sich eigentlich auf dem Bildschirm zu bewegen. In dunkler Umgebung muss man auf den Einsatz der Mini-Tastatur verzichten und auf die außen angebrachte Handy-Klaviatur ausweichen, weil die Mini-Tastatur keine Beleuchtung aufweist.

Wie andere Symbian-Geräte auch leidet der Nokia 9300 Communicator unter einer zu schmalbrüstigen Hardware-Ausstattung. Besonders störend fällt dies beim Start von Applikationen auf, der meist rund vier Sekunden dauert und die Effizienz des Gerätes bei intensiver Nutzung entsprechend beeinträchtigt. Auch wenn das Gerät innerhalb der Programme zügig agiert, wirkt es doch sehr störend, wenn man etwa beim Aufruf von Weltzeituhr, Textverarbeitung oder Ähnlichem immer erst mehrere Sekunden warten muss, bis man die gewünschten Informationen erhält.


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