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Spieletest: Metal Slug 3 - Retro-Klassiker auf PS2 und Xbox

Klassisches Shoot'em Up mit Oldie-Flair. Es ist schon ein paar Jahre her, dass die Metal-Slug-Reihe in den Spielhallen weltweit für Furore sorgte; trotzdem ist der Name vielen Fans klassischer Ballerspiele immer noch gut in guter Erinnerung geblieben. Seit kurzem ist Metal Slug 3 nun nicht mehr nur für den Spielhallenautomaten und das NeoGeo, sondern auch für aktuelle Konsolen – nämlich die Xbox und die PlayStation 2 – erhältlich.
/ Thorsten Wiesner
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Die Umsetzung orientiert sich dabei sehr eng am Spielhallen- bzw. NeoGeo-Vorbild. In der Rolle eines schwerbewaffneten Söldners kämpft man sich gegen Aliens und Soldaten durch fünf sehr große Welten, sammelt zahlreiche Power-Ups wie Granaten oder schwere Schusswaffen ein und schlüpft von Zeit zu Zeit auch in Fahrzeuge – die so genannten, namensgebenden Metal Slugs.

Vor allem unter diesen Fahrzeugen finden sich auch zahlreiche recht witzige und ungewöhnliche Vehikel – um sich schießende Kamele oder Elefanten sieht man schließlich nicht jeden Tag. Wer die Metal-Slug-Reihe kennt, weiß aber, dass Humor ohnehin ein wichtiger Bestandteil der Spiele ist – auch innerhalb der Gefechte gibt es immer wieder sehr witzige Gegner oder seltsame Objekte zu entdecken.

Die Bedienung ist natürlich extrem simpel und kommt mit gerade mal drei Knöpfen aus, trotzdem ist für spielerische Abwechslung gesorgt – einerseits auf Grund der vielseitigen Level, Fahrzeuge und Gegner, andererseits aber auch durch die Verzweigungen, die sich innerhalb der Missionen immer wieder bieten und Metal Slug 3 etwas weniger linear erscheinen lassen als die Vorgänger; auch Raumschiff- und U-Boot-Passagen gestalten das Ganze angenehm unterhaltsam.

Über die Optik lässt sich sicherlich streiten: Fans des Klassikers werden sich wohl über die originalgetreue Grafik freuen, jüngere Spieler könnten dafür durchaus gerechtfertigt argumentieren, dass für diese 2D-Szenerien auch eine PSOne ausgereicht hätte.

Entpuppte sich der Automat damals als gemeiner Münzenschlucker, der dem Spieler dank des astronomischen Schwierigkeitsgrades die Münzen beständig aus der Tasche zog, geht es auf PS2 und Xbox etwas ziviler zu: Zwar sind die Gegner auch hier in rauen Mengen vorhanden und immer wieder ist es schon eine ziemliche Kunst, sich dem Kugelhagel zu erwehren. Zahlreiche Continues und ein variabel einstellbarer Schwierigkeitsgrad ermöglichen aber auch Anfängern das Durchspielen am Stück. Das geht dann unter Umständen sogar relativ fix – wer in einem Rutsch alles sehen will, wird dafür kaum mehr als zwei Stunden brauchen.

Ein paar kleine Unterschiede zur Automatenvorlage hat SNK dann übrigens doch eingebaut – so gibt es Alternativ-Modi, in denen in das Gewand eines feindlichen Soldaten geschlüpft oder auch so viel Nahrung wie möglich eingesammelt werden muss. Nett ist auch die Option, per Online-Unterstützung (via Xbox Live) seinen Highscore auf den Spiele-Server laden zu können. Wirkliche Online-Gefechte gibt es allerdings leider nicht.

Metal Slug 3 ist für PlayStation 2 und Xbox im Handel erhältlich, der Preis liegt bei sehr fairen 30,- Euro.

Fazit:
Metal Slug 3 wartet sicherlich nicht gerade mit einer State-of-the-Art-Präsentation auf, hat dafür aber ein nahezu unverwüstliches Spielprinzip zu bieten – und ist zudem auch noch recht günstig zu haben. Wer die Reihe einst mochte oder generell ein Herz für Retro-Shooter hat, wird mit dieser Umsetzung mehr als zufrieden sein.


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