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Ein Rechner, viele Systeme: Intels Vanderpool noch 2005

Virtualisierung für Desktop-PCs per Hardware

Deutlich früher als bisher geplant will Intel seine bisher als "Vanderpool Technology" bekannte Lösung für mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einem PC auf den Markt bringen. Mit ersten Produkten ist noch 2005 zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.

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Virtualisierung, oft auch "Partitionierung" genannt, ist im Server-Bereich längst üblich. Mehrere, voneinander völlig unabhängige Betriebssysteme teilen sich eine physikalische Maschine. Vor allem bei Web-Hostern kommt das häufig zum Einsatz.

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Der Vorteil ist hier auch, dass ein Server in wenigen Sekunden quasi "umziehen" kann, indem seine auf einer Netzwerk-Platte liegende Installation auf einer anderen physikalischen Maschine neu gestartet werden kann.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Intel. Bereits auf dem IDF Fall 2003 zeigte der jetzt als CEO designierte Paul Otellini eine eindrucksvolle Demonstration. Während von dem Rechner ein Video übers Netzwerk an einen Media-Empfänger samt Plasma-Fernseher gestreamt wurde, installierte er dem PC unter einer anderen Windows-Instanz einen neuen Grafiktreiber und startete ein Spiel. Die Video-Wiedergabe kam dabei nicht ins Stocken.

Damals meinte Otellini, dass Vanderpool "in den nächsten fünf Jahren" in Desktop-PCs Einzug halten könnte. Nun sind gerade einmal 16 Monate vergangen - und schon kündigt Intel Vanderpool noch für 2005 an. In der Pressemitteilung ist aber vorsichtig davon die Rede, dass Massenprodukte erst Anfang 2006 zur Verfügung stehen sollen.

Es liegt nahe, dass Intel Vanderpool zusammen mit seinen Dual-Core-Prozessoren Mitte 2005 vorstellt. Dabei ist die Lösung besonders sinnvoll, da virtuelle Maschinen an die Cores gebunden werden können. Intel will die Virtualisierung durch Unterstützung in CPU und Chipsatz erreichen.

Aus der vorläufigen Spezifikation geht hervor, dass ein zukünftiger Pentium einen Satz von "Virtual Machine Extensions" (VMX) spendiert bekommen soll. Nur Software, die diese neuen Befehle kennt, kann virtualisiert werden - um Betriebssystem-Upgrades kommt man also wohl nicht herum. Die oberste Instanz im gesamten PC ist dann der "Virtual Machine Monitor" (VMM), der auch die Kontrolle über hängende Hardware wiedererlangen kann.

In Servern machen das schon lange so genannte "Watchdog"-Schaltungen, die entweder als Steckkarte oder auf dem Mainboard abgestürzte Komponenten wiederbeleben können. Durch diese Lösung in Hardware unterscheidet sich Vanderpool deutlich von virtuellen Maschinen, die auf ein Host-Betriebssystem angewiesen sind wie beispielsweise "Virtual PC" oder "VMWare". Wenn das Host-OS abstürzt, steht auch die virtuelle Maschine. Zudem bilden diese Software-Virtualisierungen immer eine völlig andere Hardware nach, als wirklich im PC steckt. Unter Vanderpool sollen auch systemnahme Programme alle der virtuellen Maschine zugeteilten Ressourcen nutzen können. [von Nico Ernst]



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duloser 15. Okt 2006

anscheinend hast du keine ahnung von virtualisierung. besser mal informieren, bevor du so...

Hmmmm 24. Jan 2005

Für Normaluser?? Die meisten sind schon mit nur einem OS gnadenlos überfordert, ich...

Q 21. Jan 2005

Das vor dem Hintergrung: Die einzelnen Cores der Dual-Cores werden ja zumindest am...


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