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Haut und Knochen aus dem Drucker

Neue Technik nutzt Drucker, um menschliche Gewebestrukturen nachzubauen. Wissenschaftler an der Universität Manchester haben eine Computertechnik entwickelt, mit der sich menschliche Haut und Knochen mit einem Tintenstrahldrucker drucken lassen. Die Maße der benötigten Knochen oder Hautteile werden in den Computer eingegeben.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Forscher wollen Mediziner mit ihrer Technik unterstützen, ist es auf diese Weise doch möglich, Fragmente aus menschlichen Zellen herzustellen, die genau passen, da die Technik volle Kontrolle über Form und Größe der Fragmente ermöglicht.

Mit Hilfe von Druckern erzeugen die Wissenschaftler dreidimensionale Strukturen, so genannte Gewebegerüste. Die Form dieses Gerüstes legt fest, wie das Gewebe wächst. Es wird durch das Drucken mehrerer dünner Schichten übereinander erzeugt. Jede Schicht ist dabei etwa 10 Mikron dick, so dass 1.000 Schichten etwa 1 cm messen.

Auf diese Art und Weise wollen die Wissenschaftler in der Lage sein, auch größere Gewebestücke zu züchten. Dabei werden die Zellen in einer nährstoffreichen Lösung aufbewahrt, die Tinte nicht unähnlich sei. Dadurch werde das Überleben der Zellen gesichert, die anschließend in den Drucker gegeben und in die Strukturen eingebracht werden. So sollen die Zellen in die Struktur eindringen und nicht an der Oberfläche haften bleiben.

Als Einsatzgebiet nennen die Forscher z.B. die plastische Chirurgie, vor allem in Bezug auf Menschen mit Verbrennungen.


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