T-Mobile: Weniger Handy-Modelle und Mitarbeiter
Allein 85 Prozent sollen durch eine gezieltere Steuerung von Handy-Subventionen sowie verbesserte Einkaufskonditionen und Entwicklungskosten von mobilen Terminals, optimierte Lieferantenbeziehungen und Nutzung von Konzernsynergien, eine Fokussierung des Produkt- und Serviceportfolios sowie eine Reduzierung von Gemeinkosten erreicht werden. Für weitere 15 Prozent soll die Reduzierung von Personal- und Personalzusatzkosten in den europäischen Gesellschaften sorgen.
"Wir sind am Beginn einer neuen Ära" , erklärt T-Mobile-Chef René Obermann. "Die Mobilfunkindustrie steht vor einem Wandel: Der Schwerpunkt liegt nicht mehr beim reinen SIM-Karten-Wachstum, sondern bei der Entwicklung und Pflege intensiver Kundenbeziehungen." Dabei spricht Obermann von "einfachen und günstigen Handy-Tarifen in Verbindung mit realistischen Handy-Preisen" .
Habe man bisher auf eine sehr große Zahl von Modellen gesetzt, von denen nur ein Teil auf die entsprechende Resonanz beim Kunden gestoßen sei, wolle man sich zukünftig stärker an den tatsächlichen Kundenbedürfnissen ausrichten und das Sortiment straffen, erklärt Timotheus Höttges, Vorstand für die europäischen Vertriebs- und Serviceaktivitäten. So will T-Mobile seinen Fokus gezielter auf ausgewählte T-Mobile-spezifische Produkte legen, die echte Wettbewerbsvorteile bringen. Als Beispiel nannte er die MDA-Familie, von der T-Mobile bis zum Jahresende 2004 in Europa etwa 100.000 Geräte absetzen konnte.
Insgesamt will T-Mobile sein Geräteprogramm von derzeit über 50 Modellen auf rund 30 bis 40 Typen reduzieren. So sollen sich Einkaufsvolumina gezielter steuern und attraktivere Preise erzielen lassen.
Aber auch Synergien mit den übrigen Unternehmen des Telekom-Konzerns will T-Mobile zur Kostensenkung nutzen. Zudem sollen Inhalte künftig stärker von Drittanbietern produziert werden, "die das deutlich günstiger und besser können als wir selbst" , so Obermann. Weitere Einsparmöglichkeiten sollen sich im Bereich der Gemeinkosten durch Einsparung bei Kostenpunkten wie zum Beispiel Beratung, Gebäude-, Miet- und Reisekosten ergeben.
Hinzu kommen Einsparungen bei den Personalkosten, durch die in den nächsten zwei Jahren in Europa bis zu 2.200 Stellen, etwa zehn Prozent der Belegschaft, abgebaut werden sollen, der Großteil, 1.200 Stellen, in den deutschen T-Mobile-Organisationseinheiten.



