Studie: Kein Verlass auf Ad-hoc-Netze

Verlässliche Kommunikation in heutigen Ad-hoc-Netzen nahezu unmöglich

"Eine effiziente und verlässliche Kommunikation in heutigen Ad-hoc-Netzen ist nahezu unmöglich", das zumindest sagt Matthias Hollick vom Lehrstuhl Multimedia Kommunikation (KOM) der TU Darmstadt. Unter seiner Leitung hat die Mobile Networking Gruppe des KOM verschiedene Bedrohungsszenarien für Ad-hoc-Netze simuliert.

Artikel veröffentlicht am ,

Ad-hoc-Netze formen sich spontan bei Bedarf aus vorhandenen Rechnersystemen und benötigen keinerlei feste Netzinfrastruktur. Anwendungen für diese so genannten Ad-hoc-Netze sind beispielsweise die drahtlose Vernetzung persönlicher Multimedia-Geräte oder die Kommunikation von Sensoren in intelligenten Häusern.

Inhalt:
  1. Studie: Kein Verlass auf Ad-hoc-Netze
  2. Studie: Kein Verlass auf Ad-hoc-Netze

Im Unterschied zu existierenden drahtlosen Kommunikationsnetzen wie Mobilfunknetzen oder drahtlosen lokalen Netzen, benötigen Ad-hoc-Netze keine Basisstationen, sondern nutzen die direkte Kommunikation zwischen den Endsystemen. Die einzelnen Teilnehmer (Endknoten) übernehmen gleichzeitig die Rolle des Endsystems und des Routers (Zwischenknoten). Befinden sich zwei Knoten nicht in direkter Funkreichweite, muss ein Kommunikationspfad über andere Knoten aufgebaut werden, was als "Multihop-Routing" bezeichnet wird.

Die Forscher machten Unzulänglichkeiten vor allem bei Protokollen für das "Multihop-Routing" aus. Diese Protokolle sollen sicherstellen, dass Daten über mehrere benachbarte Knoten geleitet werden. So können auch Geräte miteinander kommunizieren, die sich außerhalb der jeweiligen Funkreichweite befinden.

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