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EU gibt Frequenz für Antikollisionsradar für Autos frei

Abstandsradar als erste EU-weite Ultrabreitbandanwendung

In einigen Nobelautos gibt es bereits Kurzstreckenradartechnik, die den Fahrer frühzeitig vor möglichen Kollisionen warnt. Damit derartige Systeme in Zukunft in der Europäischen Union zur Regel und länderübergreifend eingesetzt werden können, hat die Europäische Kommission nun ein EU-weites Funkfrequenzband bereitgestellt und ermöglicht damit die erste groß angelegte Ultrabreitbandanwendung in Europa.

Artikel veröffentlicht am ,

Nach einer am gestrigen 18. Januar 2005 von der Europäischen Kommission verabschiedeten und Mitte 2005 in Kraft tretenden Entscheidung wird die zeitlich befristete Nutzung des 24-GHz-Frequenzbandes für Kfz-Radare in der gesamten EU ermöglicht. Nach 2013 könnte der Frequenzbereich ausgedehnt werden, sofern die Zahl der mit Kurzstreckenradar (SRR) ausgerüsteten Kraftfahrzeuge so hoch sein könnte, dass andere Funkdienste beeinträchtigt werden könnten. Neue Radaranwendungen müssten dann auf das 79-GHz-Frequenzband ausweichen, das bereits durch die Entscheidung der Kommission 2004/545/EG harmonisiert wurde.

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Erste Fahrzeuge, die mit 24-GHz-Kurzstreckenradars ausgestattet sind, den Fahrer warnen und gar automatisch die Fahrzeugbremsen betätigen können, werden laut EU-Kommission voraussichtlich ab Mitte 2005 verfügbar sein. Bisher gibt es zwar schon abstandsradarbestückte Fahrzeuge etwa von BMW und Mercedes, doch nutzen diese eine 77-GHz-Technik und noch recht teure Radarsysteme - günstiger machen will diese etwa die Ruhr-Uni Bochum in Zusammenarbeit mit Infineon. Sie haben den kompletten Oszillator für ein Abstandsradarsystem in Kraftfahrzeugen erstmals auf einem winzigen Silizium-Chip untergebracht, wodurch sich die Kosten und der Platzbedarf gegenüber herkömmlichen Lösungen drastisch senken lassen sollen.

Das für die Informationsgesellschaft und die Medien zuständige Kommissionsmitglied Viviane Reding erklärte: "Das Kurzstreckenradar kann Leben retten. Durch diese von der Industrie - zum Teil mit Unterstützung der aus EU-Mitteln finanzierten Forschung - entwickelte innovative Technologie werden Häufigkeit, Schwere und Kosten von Unfällen im Straßenverkehr verringert. Die heutige Entscheidung ermöglicht die Nutzung von Funkfrequenzbändern für das Kurzstreckenradar, wobei gleichzeitig andere wichtige Nutzer dieser Frequenzen vor schädlichen Störungen geschützt werden. Damit bietet die Kommission eine solide Grundlage für einen EU-weiten Markt für die Kurzstreckenradartechnologie. Ich hoffe, dass die Automobilindustrie diese Gelegenheit in vollem Umfang nutzen wird."

Die Entscheidung für die EU-weite Frequenzfreigabe erfolgte nach zweijähriger Arbeit von Kommission und Sachverständigen für Frequenzen bzw. Straßenverkehrssicherheit. Das Ultrabreitband ist eine drahtlose Technologie niedriger Leistung, bei der eine bereits von anderen Funkdiensten genutzte Frequenz erneut genutzt wird. Ziel des Europäischen Aktionsprogramms für Sicherheit im Straßenverkehr ist es, die Zahl der Verkehrstoten in der EU bis 2010 um die Hälfte zu senken.

BMWs bereits in einigen Modellen steckende Active Cruise Control (ACC) soll etwa über seinen Radarsensor bis 120 Meter entfernte Autos wahrnehmen und die eigene Fahrgeschwindigkeit - sofern der Fahrer nicht durch Drücken aufs Gaspedal selbst aktiv wird - jeweils sanft an die des Vordermannes angleichen und automatisch die Distanz wahren. Bei zu geringem Abstand warnt das System optisch und akustisch, leitet aber keine Notbremsung ein - es dient also primär als Abstandshalter und nimmt dem Fahrer die ständige Geschwindigkeitsanpassung ab.

Welche rechtlichen Folgen eine Radarsystemelektronik mit sich bringt, die den Fahrer nicht nur warnt, sondern zur Unfallvermeidung präventiv in die Steuerung des Fahrzeuges eingreift, wird sicherlich in Zukunft noch Gerichte und Versicherungen beschäftigen.



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Johnny Cache 19. Jan 2005

Nicht jede "Hilfe" ist auch wirklich (das heißt in jeder Lage) sinnvoll. Unter vielen...

Kaffesatz 19. Jan 2005

.. dieses Radar sollte von der EU verboten sein .. dafür Aufmerksamkeitskurse für...


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