Intel führt neue Centrino-Generation "Sonoma" ein

Stromsparender dank DDR2 und schnellere Grafik dank PCI-Express,

Nach monatelanger Verzögerung durch mittlerweile offenbar gelöste technische Probleme mit dem Alviso-Chipsatz führt Intel heute offiziell seine um PCI-Express-Unterstützung erweiterte, zweite Centrino-Generation "Sonoma" ein. Neben den drei Notebook-Chipsätzen i915GM, i915PM und i915GMS führte Intel auch das bisher schnellste Pentium-M-Modell 770 ein.

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Als mobile Varianten der PCI-Express-Chipsätze i915G und i915P, beide ehemals unter dem Namen Grantsdale geführt, erweitert Intel das neue Centrino mit i915GM und i915PM um PCI-Express und ExpressCard-Unterstützung, einen 533-MHz-Systembus, stromsparenderen DDR2-Speicher (bis zu 2 GByte), Dual-Channel-Speicherzugriff, einen Serial-ATA-Controller und High Definition Audio mit 7.1-Kanal-Raumklang. Lediglich der für Subnotebooks gedachte, kleinere i915GMS muss auf Dual-Channel-Speicherzugriff verzichten und nutzt weiterhin den bisherigen 400-MHz-Systembus.

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Die integrierte Grafik in den Chipsätzen i915GM und i915GMS setzen wie der Desktop-Chipsatz i915GM auf Intels DirectX-9-fähigen Grafikkern Graphics Media Accelerator 900 (GMA900). Der i915GM wird dabei dank etwas höherer Taktrate (bis zu 200 MHz statt bis zu 166 MHz) etwas mehr Leistung als der i915GMS bieten. Sonoma-Notebooks sollen deutlich mehr Grafikleistung als bisherige Centrino-Geräte mit Intels integriertem Notebook-Chipsatz i855GME bieten, der nur über DirectX-7-Funktionen und nur eine statt vier Pixel-Pipelines verfügt.

An die Leistung von diskreten DirectX-9-fähigen Notebook-Grafikchips wird allerdings auch Sonoma trotz laut Intel verdoppelter Grafikleistung nicht herankommen. Mit dem i915PM halten diskrete PCI-Express-x16-Grafikchips erstmals Einzug ins Notebook - konkrete Produktankündigungen dürften in Kürze folgen.

Auch bei Sonoma kommt weiterhin der Pentium M mit 90-nm-Dothan-Kern und 2 MByte Level-2-Cache zum Einsatz. Passend zum Start hat Intel sein bestehendes Angebot an Pentium-M-CPUs um Modelle erweitert, die mit dem schnelleren 533-MHz-Systembus sowie erstmals auch mit Execute-Bit-Disable-Funktion (No Execute, NX) ausgestattet sind. Gleichzeitig wurde mit dem Pentium M 770 die bisher schnellste Dothan-CPU vorgestellt: Mit einem Takt von 2,13 GHz, auf 800 MHz angehobenen Minimaltakt im Stromsparmodus und 533-MHz-Systembus soll sie mehr Leistung als das bisherige Topmodell Pentium M 765 (2,1 GHz, 400-MHz-Systembus) bieten. Auch die restlichen neuen Pentium Ms hat Intel zur Unterscheidung von ihren 400-MHz-Systembus-Brüdern in der Modell-Benummerung um 5 hochgezählt: Pentium M 760 (2 GHz), 750 (1,86 GHz), 740 (1,73 GHz) und 730 (1,60 GHz). Für alle neuen Modelle gibt Intel eine Thermal Design Power (TDP) von 27 Watt an.

Weiterhin stellte Intel zwei stromsparendere Pentium-M-Modelle vor: den Ultra Low Voltage (ULV) 753 mit 1,2 GHz und 5 Watt TDP sowie den Low Voltage 758 mit 1,5 GHz und 10 Watt TDP. Passend zum Subnotebook-Chipsatz i915GMS verfügen beide nur über einen 400-MHz-Systembus, aber dennoch über den ab Windows XP Service Pack 2 unterstützten NX-Speicherschutz der oben erwähnten neuen Pentium Ms.

Erste Sonoma-Notebooks wurden bereits im Detail für das erste Quartal 2005 angekündigt, teils auch schon vor der offiziellen Einführung der zweiten Centrino-Generation. Sonoma-Notebooks ziert Intels nicht verändertes Centrino-Logo nur, wenn sie einen Pentium M, einen i915-Chipsatz, den IO Controller Hub (ICH) 6-M und Intels bekannte WLAN-Mini-PC-Karten PRO/Wireless 2915ABG oder - hier zu Lande - den 2200BG beherbergen. Intel rechnet in diesem Jahr mit der Einführung von mehr als 150 unterschiedlichen Sonoma-Notebooks.

Die dritte Centrino-Generation mit Codenamen Napa soll 2006 marktreif sein und Dual-Core-CPUs (Yonah, 65 nm), einen neuen Grafikkern (Calistoga) und einen neuen und vermutlich IEEE-802.11n-konformen WLAN-Chipsatz (Golan) enthalten.

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