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Die Deutsche Bibliothek darf Kopierschutz knacken

Musik- und Buchwirtschaft schließen Vereinbarung mit der Nationalbibliothek

Die Deutsche Bibliothek darf künftig Musikaufnahmen, E-Books und Büchern beiliegende CD-ROMs trotz Kopierschutz für wissenschaftliche und kulturelle Zwecke kopieren, das kündigten jetzt der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels an.

Musikwirtschaft und Buchbranche haben zu diesem Zweck eine Vereinbarung mit Der Deutschen Bibliothek getroffen, mit der die berechtigten Interessen Der Deutschen Bibliothek und einzelner Nutzer, aber auch die Interessen der Rechteinhaber und Verwerter gesichert werden sollen.

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Der Verbreitung von Kopien wird zunehmend mit Kopierschutz- und Digital-Rights-Management-Systemen begegnet. Von dem im Urheberrechtsgesetz festgesetzten Verbot der Umgehung solcher technischer Schutzmaßnahmen ist auch Die Deutsche Bibliothek in ihrem Sammel-, Bereitstellungs- und Archivierungsauftrag als Nationalbibliothek betroffen. Um eine Langzeitarchivierung der von der Nationalbibliothek zu sammelnden Veröffentlichungen gewährleisten zu können, müssen die Medien aber in regelmäßigen Abständen an die aktuellen Datenformate, Betriebssysteme und Datenträger angepasst werden.

Das Urheberrechtsgesetz sieht so genannte Schrankenregelungen vor, nach denen der Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken zu bestimmten Zwecken, wie zum Beispiel für wissenschaftliche und kulturelle Nutzungen, zulässig ist. Allerdings sieht das Gesetz nach der letzten Novelle hierfür ausdrücklich die Möglichkeit von Vereinbarungen zwischen Verbänden vor, um diese Nutzungen auch von kopiergeschützten Medien zu ermöglichen.

"Die jetzt geschlossene Vereinbarung erlaubt Der Deutschen Bibliothek eine rationelle Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrages und schafft Klarheit für den Umgang mit geschützten Medien wie Tonträgern und CD-ROMs im Verhältnis zu den Nutzern der Einrichtungen. Damit wird Rechtssicherheit für die Arbeit Der Deutschen Bibliothek geschaffen", erklärt Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin Der Deutschen Bibliothek. Nach der geschlossenen Vereinbarung darf Die Deutsche Bibliothek Vervielfältigungen für die eigene Archivierung, für den wissenschaftlichen Gebrauch von Nutzern, für Sammlungen für den Schul- oder Unterrichtsgebrauch, für Unterricht und Forschung sowie von vergriffenen Werken anfertigen.

Um aber Missbrauch zu vermeiden, muss Die Deutsche Bibliothek das Interesse von Nutzern zur Anfertigung einer solchen gebührenpflichtigen Vervielfältigung prüfen und die Kopien möglichst mit personalisierten digitalen Wasserzeichen versehen.


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Ozzy 20. Jan 2005

In dem Fall ist es laut Artikel doch erlaubt... Jedoch sollten UnCDs nicht als Kulturgut...

Ozzy 20. Jan 2005

...und das ist genau der Punkt! Der Konsument kann entscheiden, was er sich bieten lässt...

lol 18. Jan 2005

lol

Andreas 18. Jan 2005

wo finde ich denn die presseerklaerung? auf der DB seite kann ich nix finden... danke...



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