Intel strickt das Unternehmen um

Für die neue "Digital Home Group" ist bei Intel nun Don MacDonald zuständig, der bisher für Sales und Marketing verantwortlich war und unter anderem die Marke "Centrino" in den Markt eingeführt hat. MacDonald wird nun für Produkte zur digitalen Unterhaltung verantwortlich sein, was Intels massives Drängen auf ein voll vernetztes "Digital Home" vom drahtlosen Netzwerk für Audio- und Video-Übertragung bis zum potenten Spiele-PC mit "Extreme Edition" eines Pentium-Prozessors unterstreicht.

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Ist MacDonalds Job neu, so bedeutet die Position des Direktors in der ebenfalls neuen "Sales and Marketing Group" für Anand Chandrasekher eine Rückkehr zu den Wurzeln. Chandrasekher war bereits Marketing-Chef von Intel und wurde erst vor wenigen Jahren, noch vor dem Centrino-Start, in die "Mobile Platforms Group" versetzt. Chandrasekher gilt als starker Motivator, der sich bei einer verlorenen Wette mit seinen Mitarbeitern auch schon mal den Schädel kahlrasiert.

Die Lücke, die er dort reißt, wird in der "Mobility Group" von Sean Maloney und Dadi Perlmutter gefüllt, welche die neue Abteilung demnächst leiten werden. Maloney kommt dabei von Intels Netzwerksparte und gilt als kühler Kalkulator mit hohem technischen Sachverstand.

Damit fehlen noch zwei der insgesamt sechs Abteilungen, aus denen Intel jetzt besteht. Die "Channel Products Group" leitet Bill Siu, vormals mit Louis Burns Chef für Desktop-Produkte. Mit dieser neuen Abteilung will Intel lokale Märkte und den direkten Verkauf, etwa die "Boxed"-Prozessoren, besser ansprechen.

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Was bisher Pat Gelsinger verantwortete, soll nun kommissarisch Justin Rattner in der "Corporate Technology Group" fortführen. Diese Abteilung wird damit eigenständig. Rattner gilt bei Intel als bester Mann für Halbleiterfertigung und Prozessor-Architekturen. Er war bisher in Intels Prototyp-Fabrik "D1C" beschäftigt, nach deren Muster alle Fertigungsstätten von Intel arbeiten. Rattner soll seine neue Position aber nur so lange halten, bis ein Nachfolger für Pat Gelsinger gefunden ist.

Mi dieser umfangreichen Umstrukturierung folgt Intel dem Ruf nach einer "Plattformierung" des Unternehmens, den der designierte CEO bereits auf dem "IDF Fall 2004" im September 2004 formuliert hatte. In Zukunft soll Intel weniger einzelne Bausteine als vielmehr komplette Lösungen, eben Plattformen, anbieten. So meint Otellini auch jetzt: "Die neue Organisation wird dazu beitragen, unser Wachstum voranzutreiben, indem wir die Anforderungen des Marktes besser verstehen und erfüllen können." Die Plattformierung im eigenen Unternehmen sieht er als erreicht an: "Die gesamte Struktur von Intel stimmt mit unserer Strategie bei den Plattformprodukten überein."

Vorausgegangen war diesen Maßnahmen harsche Kritik des scheidenden CEOs Craig Barrett, der am 18. Mai 2005 zu Gunsten von Otellini abtritt. Im Juli 2004 hatte sich Barrett in einer internen E-Mail unzufrieden mit seinen Top-Managern gezeigt und kreidete ihnen vor allem die Verzögerungen bei den ersten 90-Nanometer-Produkten wie dem Pentium 4 mit Prescott-Kern an. [von Nico Ernst]

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