Samba-Erfinder Andrew Tridgell schließt sich dem OSDL an
So soll Tridgell auch als OSDL-Fellow weiterhin das Samba-Projekt leiten, dessen unter der GPL veröffentlichte Software es erlaubt, Windows- und Linux-Netzwerke zu verbinden. So umfasst Samba unter anderem eine freie Implementierung der Protokolle SMB (Server Message Block) und CIFS (Common Internet File System).
Die erste Samba-Version veröffentlichte Tridgell im Januar 1992 als SMB-Server für UNIX. Heute wird die Software auf Millionen von Systemen weltweit eingesetzt und zählt zu den wichtigsten Software-Projekten der Open-Source-Gemeinde.
Derzeit arbeitet Tridgell an Samba 4, dem nächsten Major-Release, das eine vollständige Neuentwicklung darstellt und eine eigene LDAP-Implementierung und eine enge Kerberos-Integration bieten soll. Damit soll Samba 4 dann einen ADS-Controller bieten, also einen Server für Microsofts Directory Services. Die von Microsoft bereitgestellten Management-Tools für ADS sollen auch Samba-4-Server in vollem Umfang konfigurieren können.
Zudem verspricht Samba 4 eine volle Unterstützung der Dateisystemrechte in Windows (NTFS-ACL), eine leistungsfähigere Prozessarchitektur und umfangreiche Test-Suites zur automatisierten Überprüfung der Windows-Kompatibilität.
Vor seinem Engagement war Tridgell in den Bereichen Forschung und Engineering bei IBM, VA Software, Linuxcare und Quantum sowie als Gast-Dozent an der australischen National-Universität tätig.



