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Erste Notebooks mit Intels neuem Centrino

Sonoma-Lösung findet breite Unterstützung. Noch vor dem von Intel festgelegten Termin für die Einführung der neuen Centrino-Generation Sonoma kündigen etliche Notebook-Hersteller ihre neuen Produkte an. Mit Sonoma ziehen DDR2 und PCI-Express auch in Mobilrechner ein.
/ Christian Klaß
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Intel neues Centrino-Konzept wird bei den Notebook-Herstellern heiß erwartet. Immerhin hatte der Halbleitergigant die ersten Centrino-Produkte bereits auf der CeBIT 2003 vorgestellt und später durch Updates wie ein Dualband-Modul für WLAN und den "Dothan"-Prozessor mit auf 2 MByte verdoppeltem L2-Cache stetig erweitert.

Die CPU, bei Centrino einzeln "Pentium M" genannt, ist auch nur ein Teil der Lösung. Mit dem von Intel selbst stark beworbenen Namen "Centrino" dürfen sich nur Notebooks schmücken, die auch den Chipsatz und das WLAN-Modul des Marktführers enthalten. Diese beiden Komponenten werden jetzt runderneuert. Das Gesamtkonzept heißt intern "Sonoma".

Noch unbestätigten Angaben zufolge handelt es sich bei den bisher unter dem Codenamen "Alviso" fimierenden Chipsätzen um mobile Versionen des Desktop-Produkts 915. Sie sollen in verschiedenen Versionen mit und ohne integrierter Grafik erhältlich sein und bringen damit Serial-ATA, DDR2 und PCI-Express in Notebooks. Dies belegt unter anderem eine Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) von Toshiba für deren neuen Tablet-PC "Satellite R15-S822". Dort ist die Rede von "Intel Extreme Graphics 2" – die ist aber bisher nur in den 9xx-Chipsätzen zu finden.

Auch Sony hat mit der neuen Serie "Vaio FS" zu Beginn der Woche neue Notebooks angekündigt. Hier kommt Nvidias GeForce Go 6200 zum Einsatz. Der ist aber, auch bedingt durch die TurboCache-Architektur , nur als PCI-Express-Chip zu haben – auch bei den neuen Vaios muss es sich also um Sonoma-Produkte handeln.

Neben neuen Technologien wie PCIe und DDR2 – das immerhin beim Stromsparen hilft – muss Intel für eine neue Notebook-Lösung natürlich auch der Erwartungshaltung gerecht werden, die Leistung zu steigern. Dafür ist nach bisherigen Angaben kein neuer Prozessor geplant. Der aktuelle Dothan-Kern, erst seit Mitte 2004 erhältlich, wird durch eine Erhöhung des FSB-Taktes beschleunigt. Statt mit bisher 400 MHz soll der FSB dann mit 533 MHz arbeiten.

Ob Intel dabei auch den internen Takt des Pentium M leicht steigert, ist noch unbekannt. Das Unternehmen plant die offizielle Vorstellung des Sonoma-Konzepts in wenigen Tagen. Bisher ist der Pentium M mit Dothan-Kern mit bis zu 2,1 GHz erhältlich, die schnellsten Exemplare sind aber mit einem Listenpreis von 637,- US-Dollar recht teuer und nur schwer erhältlich. [von Nico Ernst]


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