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Deutscher eSport Bund gegründet

Verband will Gamer gegenüber Politik und Öffentlichkeit repräsentieren

Es ist bereits der dritte Versuch: Mitglieder der früheren Verbände DESPV und DeSV haben die Gründung des neuen "Deutschen eSport Bund" (esb) verkündet. Konkrete Maßnahmen sind bereits geplant und auch die ersten Sponsoren kann der Verband melden.

Artikel veröffentlicht am ,

Schon seit Jahren bastelt die Gaming-Szene in Deutschland an einem Dachverband, der die teils konträren Interessen von Computer- und Video-Spielern, Ligen und Sponsoren nach außen wie innen vertreten soll. Zuletzt traten Mitte 2003 zwei Gruppierungen nahezu zeitgleich an die Öffentlichkeit, die sich beide "Deutscher eSport Verband" nannten, aber die Abkürzungen DESPV und DeSV führten.

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Vorstandsmitglieder dieser beiden Verbände haben sich jetzt im "Deutschen eSport Bund" zusammengefunden, der noch als Verein in Gründung gilt. Dazu zählen der Gründer das Traditions-Clans mTw, Rene Korte, sowie der ehemalige DeSV-Chef Ralf Sliwka, der auch die Geschäftsführung des esb übernommen hat. Auf der Webseite des Bundes findet sich eine vorläufige Satzung.

Reichert ist hauptberuflich bei Turtle Entertainment beschäftigt, dem Veranstalter der wichtigsten deutschen E-Sport-Liga, der ESL. Allein schon deren Mitgliederzahl von 400.000 registrierten Spielern belegt, dass Computerspielen als Wettbewerbssport längst ein Massenphänomen ist und dringend einen Verband braucht. Auch andere Trendsportarten wie Snowboarding und Inline-Skating sind längst in Verbänden organisiert. Reine Denksportarten wie Schach haben ebenfalls ihren Verband.

Ziel des esb ist es, so der Verband, vor allem die Spieler zu repräsentieren. Der Bund mag dies besonders betonen, doch sitzen im Vorstand bisher hauptsächlich Unternehmen; außer den bereits genannten zählt auch Intels Gaming Consultant, Holly D. Kreie, zum Vorstand. Intel ist Hauptsponsor der ESL. Neben dem Halbleiterriesen wollen sich laut esb auch ATI und Shuttle in der Aufbauphase finanziell für den Bund engagieren. Der esb selbst betont aber, "nicht gewinnorientiert" arbeiten zu wollen.

Dennoch stellt sich die Frage, wie offen der Bund für andere Clans ist, deren Sponsoren mit den esb-Unterstützern konkurrieren - und auch für andere Ligen als die ESL. "Deren Engagement ist ausdrücklich gewünscht!", sagte Ralf Reichert im Gespräch mit Golem.de. Auch Werksteams wie AMDs Team64 würde man im esb begrüßen, so Reichert weiter. Daneben soll der Bund "allen Spielern" offen stehen, auch Konsolen-Fans seien willkommen. Der ESL-Veranstalter will bereits mit anderen Ligen Kontakt aufgenommen haben, konnte aber noch keine Namen nennen.

Der esb setzt sich neben der Öffentlichkeitsvertretung vor allem für die interne Professionalisierung des E-Sport ein und betont hier sein Engagement für Faiplay. Dafür ist laut Ralf Reichert eine Mitgliedskarte geplant, anhand derer sich die Gamer bei Liga-Spielen eindeutig identifizieren lassen. Gerade bei Online-Spielen kommt es nämlich vor, dass andere Personen als die Mitglieder eines Clans hinter dem Rechner sitzen und Top-Spieler quasi "ausgeliehen" werden. Das verzerrt den Wettbewerb.

Die ESL hat dazu bereits eine "Playercard" eingeführt, anhand derer sich die Spieler mit ihren persönlichen Daten und der Vorlage eines Ausweises registrieren müssen und nur über ihren ESL-Account Turnierspiele anmelden und bestätigen können. Eine ähnliche Lösung ist auch für andere Spiele angestrebt, aber, so Reichert: "Man muss nicht Mitglied der ESL sein, um die esb-Karte zu erhalten." [von Nico Ernst]



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Cedor 21. Nov 2006

das ist richtig. und bei egoshootern wird die reaktionsschnelligkeit verbessert. aber...

b3nda 01. Feb 2005

Es ist immer wieder traurig sowas zu lesen. Es mag sein das es in der Öffentlichkeit...

eBär 17. Jan 2005

Sein wir doch mal ehrlich, nur um als Sport ernstgenommen zu werden, macht man die...

ch1mera_ 17. Jan 2005

"Oh sie haben Sport im Abitur belegt, welche Fachrichtung denn?" "3D-Teamshooter!" Möchte...


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