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Sony: Raumübergreifende Heimunterhaltung

Auch Hauppauge will mitmischen – mit MediaMVP. Sony bringt neue Heimelektronik-Systeme auf den Markt, mit denen Audio- und Videowiedergabe überall im Haus zugänglich werden. Die hochpreisigen Geräte eignen sich für Anwender, für die der mit Unterputzmontage und dem Ziehen von Netzwerkkabeln verbundene Aufwand kein Hindernis ist. Derweil versucht auch Hauppauge mit seinem günstigeren MediaMVP in den USA die Aufmerksamkeit von Häuslebauern zu erlangen.
/ Christian Klaß
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Sony stellt mit dem CDP-NW10 und dem DVP-NW50 gleich zwei Systeme vor, wobei das erste nur zur Tonübertragung und das DVP-NW50 zudem noch zur Videoübertragung geeignet ist. Beide erlauben den Anschluss mehrerer Räume, in denen dann Lautsprecher bzw. Fernseher oder Displays stehen müssen.

Zudem kann man noch Gegensprechanlagen und Ton- und Videoüberwachungsfunktionen beispielsweise für den Eingangsbereich oder das Kinderschlafzimmer integrieren. Beim CDP-NW10 ist ein CD-Player, ein Radio sowie eine Gegensprechanlage, eine Raumüberwachung sowie eine Fernbedienung eingebaut. Des Weiteren kann man im Netzwerk MP3-Dateien von einem PC abspielen. Das System soll pro Raum ungefähr 1.000,- US-Dollar Installations- und Materialkosten verursachen.

Beim DVP-NW50 ist außerdem noch ein DVD-Player dabei. Hier sollen die Verkabelung, die Lautsprecherinstallation und sonstige Montage pro Raum samt Material rund 2.000,- US-Dollar kosten. Leider kann man – so weit es aus den Unterlagen von Sony hervorgeht – keine Videodateien von einem PC aus in das System einspeisen.

Beide Sony-Systeme sollen in den USA noch im Frühjahr 2005 auf den Markt kommen. Der Geräteeinzelpreis ist noch nicht bekannt. Neben diesen beiden neu vorgestellten Abspieleinheiten bietet Sony noch wesentlich teurere Systeme an, die auch mit CD- bzw. DVD-Wechslern ausgerüstet sind.

Mit seiner bekannten MediaMVP-Box versuchte auch Hauppauge auf der "2005 International Builders Show in Orlando" Bauunternehmer und Heimbastler anzusprechen – bei großer Abnahmemenge könnten die Geräte für 80,- US-Dollar erstanden werden. Anders als bei Sonys System lädt das MediaMVP nicht nur Musik, sondern auch Videos und Bilder per Ethernet vom Windows-Heim-Server.

Laut Hauppauge kann man die seit Ende 2003 erhältliche Box auch in Wände und Decken einbauen, allerdings ist das in Verbindung mit der zugehörigen Infrarot-Fernbedienung nur bedingt sinnvoll. Lautsprecher, Displays, TV und andere Wiedergabegeräte werden mit dem MediaMVP direkt verbunden.

Bis zu zwölf MediaMVP sollen sich in einem Netzwerk betreiben lassen, wobei die zugehörige Steuerungssoftware einen Windows-PC voraussetzt – ein einfacher Fileserver reicht nicht. Da MediaMVP selber nur MPEG-1, MPEG-2, JPEG und MP3 wiedergeben kann, muss der PC etwa DivX- und WMA-Dateien in Echtzeit transkodieren und entsprechend leistungsstark sein.

Das Transkodieren bringt allerdings seine Probleme mit sich: Ganz ruckelfrei laufen DivX-Filme nach Erfahrungen von Golem.de nicht, die Software ist zudem beim Pausieren und "Spulen" anfällig für Audio/Video-Synchronisationsprobleme und neigt mitunter zu Abstürzen. MediaMVP-Besitzer sind aber nicht untätig und entwickeln mit dem MediaMVP Media Center(öffnet im neuen Fenster) bereits eine viel versprechende Open-Source-Alternative zu Hauppauges MediaMVP-Software. Hohe Stabilität sollte man von der noch im Alpha-Stadium steckenden Software aber auch nicht erwarten.


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