Creative hackt auf iPod Shuffle herum

"Es gibt da eine Grenze..."

In Großbritannien herrscht ein weit regerer und offenerer Wettbewerb von Unternehmen als im deutschen Sprachraum. Da wundert es nicht, dass Creative sich dort kritisch zu Apples Einstieg in den Markt für MP3-Player mit Flash-Speicher äußert.

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Im Oktober 2004 spottete Apple-König Steve Jobs bei der Vorstellung der U2-Edition des iPod noch über Flash-Player - damals meinte er, sie würden wegen der geringen Kapazität wohl meist als Briefbeschwerer enden. Unbekannt ist, ob der neue iPod Shuffle auch deswegen weiß und unauffällig ist, damit man ihn erst gar nicht auf dem Schreibtisch liegen lässt, wo er schnell unter einem Papierstapel verloren gehen könnte.

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Inzwischen hat Apple seine Strategie geändert und seine eigenen Flash-Player vorgestellt. Das ruft natürlich die Konkurrenten auf den Plan: Freute sich Creative einen Tag zuvor noch per Pressemitteilung, in den letzten drei Monaten des Jahres 2004 zwei Millionen MP3-Player verkauft zu haben, so konterte Apple nach der Vorstellung des Shuffle, im gleichen Zeitraum über 4,5 Millionen iPods verkauft zu haben.

Bei solcher Marktmacht schlagen die Emotionen natürlich hoch, wenn Apple nun die Arena der Flash-Player betritt, in der sich neben Markenherstellern wie Creative und iRiver auch eine Vielzahl fernöstlicher Anbieter mit wechselnden Namen tummeln.

Kritik erntet Apple vor allem für das Weglassen des Displays und der daraus resultierenden Werbestrategie, mit der die seit Jahrzehnten bekannte Funktion der Zufallswiedergabe hervorgehoben wird. So meinte John Moseley, Marketing Manager bei Creative in Großbritannien, gegenüber der News-Site The Inquirer: "Den Markt mit einer Aussage zur eigenen Pionierleistung mit der 'Shuffle'-Funktion zu betreten, ist sicher ein mutiger Schritt, der Schlagzeilen produziert. Das Problem ist, dass das nicht ganz wahr ist."

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In der Tat gibt es diese Funktion schon seit über 20 Jahren bei CD-Playern und jeder MP3-Player bietet es unabhängig vom verwendeten Speichermedium. Moseley hält das Weglassen des Displays beim iPod Shuffle zudem für fragwürdig: "Wir müssen doch die Leute nicht verblenden, indem wir ihnen Funktionen und Wahl wegnehmen. Es gibt da eine Grenze, und wenn man die überschreitet, kann das als Gängelei betrachtet werden."

Da auch Creative-Player nicht zu den billigsten gehören, sparte sich Moseley wohlweislich einen Seitenhieb auf den Preis des Apple Shuffle. Er kostet, wohlgemerkt ohne Display mit 512 MByte 99,- Euro. No-Name-Player sind - mit Display und Radio - bei gleicher Kapazität aber schon für 79,- Euro erhältlich, auch wenn sie nicht so schick aussehen mögen wie ein iPod Shuffle. [von Nico Ernst]

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