Weiteres Sicherheitsleck in Googles Gmail
Nach Angaben der Entdecker der Gmail-Sicherheitslücke, der Unix-Gruppe HBX Networks, genügte die Manipulation der Absenderadresse, um Zugriff auf E-Mails anderer Nutzer zu erhalten. Fehlte in der Absenderadresse die schließende spitze Klammer (>), war der Zugriff auf die zuletzt vom Gmail-Server verarbeitete E-Mail möglich. Darüber konnte ein Angreifer unter Umständen Zugang zu vertraulichen Daten wie etwa Login-Daten oder Passwörtern erhalten.
Nach HBX-Angaben führte das gezielte Weglassen der schließenden spitzen Klammer (>) in der Absenderadresse dazu, dass in den Optionen einer in Gmail bearbeiteten E-Mail der Inhalt von E-Mails anderer Nutzer angezeigt wurde. Im Reply-to-Feld von Gmail tauchte HTML-Code auf, der den Inhalt der zuletzt vom Gmail-Server verarbeiteten E-Mail anderer Gmail-Nutzer anzeigte.
Das die Sicherheitslücke beschreibende Dokument (öffnet im neuen Fenster) enthält verschiedene Screenshots mit den Resultaten der Sicherheitsgefährdung. Nach Angaben von Google wurde das Sicherheitsleck in Gmail kurz nach Bekanntwerden der Lücke behoben.
Nach wie vor kann Gmail nur von einer ausgewählten Schar von Leuten verwendet werden, da man für eine Nutzung gezielt eingeladen werden muss. Eine breite Verfügbarkeit von Gmail für jedermann gibt es nach wie vor nicht und es liegt auch kein Termin vor, wann Google mit Gmail offiziell starten will.



