Microsofts Wurm-Töter
Das von Microsoft als "Malicious Software Removal Tool" bezeichnete Programm durchsucht einige Windows-Systeme gezielt nach verbreiteten Viren, Würmern und Trojanischen Pferden. Derzeit erkennt und vernichtet das Microsoft-Werkzeug das Trojanische Pferd Berbew sowie sieben verschiedene Würmer wie etwa Blaster, MyDoom, Nachi und Sasser. Neben diesen Schadprogrammen erkennt die Software auch Viren, die allerdings schon lange auf Windows-Systemen keine nennenswerte Rolle mehr spielen, so dass im Moment kein Virus zu den erkannten Unholden zählt.
Microsoft bietet das "Malicious Software Removal Tool" als Freeware an und erlaubt außerdem den Aufruf des Scanvorgangs von einer Webseite, so dass dazu keine Software-Installation erforderlich ist. Das Werkzeug funktioniert unter Windows 2000, XP und Windows Server 2003, so dass die Software auf den übrigen Windows-Plattformen nicht eingesetzt werden kann. Die Software ist ein Resultat der Übernahme des Antivirenherstellers GeCAD Software durch Microsoft.
Findet das "Malicious Software Removal Tool" einen Schädling auf dem System, werden anonymisierte Informationen an Microsoft gesendet, wozu keine weiteren Details bekannt sind. Diese Benachrichtigungsfunktion lässt sich immerhin durch einen beherzten Eingriff in die Windows-Registry abschalten(öffnet im neuen Fenster) .
Der Hersteller gibt an, dass das "Malicious Software Removal Tool" mindestens einmal monatlich an Microsofts Patch-Day - also an jedem zweiten Dienstag im Monat - aktualisiert wird. Falls erforderlich will Microsoft neue Versionen der Software aber auch außerhalb dieses Intervalls bereitstellen. Da die Software nur ausgewählte Schadprogramme erkennt, bedeutet ein positiv verlaufener Suchvorgang keineswegs, dass der betreffende Rechner frei von Würmern, Viren oder anderen Schädlingen ist.
Microsoft bietet das "Malicious Software Removal Tool" ab sofort für Windows 2000, XP und Windows Server 2003 kostenlos über eine Webseite(öffnet im neuen Fenster) zum Download an. Alternativ wird die Software auch über Windows-Update bereitgestellt.