grml - Knoppix-Variante für Sysadmins
Der Name "grml" steht zwar als Kurzform für "grummel" und soll Ausrufen wie "argl" oder "grrr" nahe kommen, ist aber nicht Programm. Denn gerade in ärgerlichen Situationen soll grml dem Administrator eine Unterstützung sein.
Wie auch Knoppix, von dem grml abstammt, bietet die Linux-Live-CD von grml eine automatische Hardware-Erkennung, kann als Rettungs-CD genutzt und auch zur Analyse von Systemen und Netzen eingesetzt werden. Auch als Produktivumgebung soll grml geeignet sein, denn erstmals ist eine Festplatteninstallation von grml möglich, diese ist aber noch im Alpha-Stadium.
Die Version 0.2 bringt rund 2 GByte Software auf einem komprimierten Dateisystem mit. Dabei setzen die grml-Entwickler Matthias Kopfermann und Wolfgang Scheicher auf den "Unstable-Zweig" (Sid) von Debian, so dass die Pakete recht aktuell gehalten sind. Als Kernel kommt Linux 2.6.9 in einer mit einigen Patches(öffnet im neuen Fenster) veränderten Version zum Einsatz.
Zu den Besonderheiten von grml zählt unter anderem die Möglichkeit, schon beim Booten ein Passwort für den SSH-Deamon anzugeben, der dann automatisch startet. Zudem lässt sich ein Passwort für lokale Logins setzen. Als Konsole kommt die Z Shell (zsh) zum Einsatz.
Grml 0.2 steht auf diversen Mirrors(öffnet im neuen Fenster) als ISO-Image zum Download bereit.



