Xen - Paravirtualisierung für x86 als VMware-Konkurrent

Xen 2.0.2 unterstützt Linux, FreeBSD und NetBSD sowie Live-Migration

Die an der Universität Cambridge entwickelte virtuelle Maschine für Intels x86-Plattform "Xen" soll es erlauben, mehrere Gastbetriebssysteme mit bisher unerreichter Geschwindigkeit und Isolation auszuführen. Anders als zum Beispiel VMware ist Xen als Open Source unter der GPL verfügbar.

Artikel veröffentlicht am ,

Dabei unterscheidet sich Xen grundsätzlich von VMware: Wo VMware dem Gastsystem einen kompletten PC mit jeder historischen Obskurität vortäuscht, bildet Xen nicht die gesamte Hardware mit virtueller Grafikkarte, Festplatte und Netzwerkadaptern nach, sondern bietet für diese I/O-Funktionen ein richtiges API. Über diese Schnittstellen kann das Gastsystem dann wesentlich effizienter Daten austauschen.

Inhalt:
  1. Xen - Paravirtualisierung für x86 als VMware-Konkurrent
  2. Xen - Paravirtualisierung für x86 als VMware-Konkurrent

Wo bei VMware zum Beispiel jede Festplattenoperation oder ein zu übertragendes Netzwerkpaket von einem Treiber in einzelne Zugriffe auf Register einer virtuellen Hardwarekomponente übersetzt werden, die VMware dann wieder umständlich interpretieren muss, ist eine vergleichbare Operation bei Xen fast ein einfacher Speichertransfer.

Verzichtet wird auch auf die Emulation vieler Details privilegierter Instruktionen, die andere Produkte wie VMware zusätzlich ausbremsen. Bevor ein System also in Xen funktionieren kann, muss es dafür angepasst werden. Im Xen-Jargon heißt diese Architektur "Paravirtualization" und ist schon von IBMs Logical Partitioning (LPAR) bekannt.

Die aktuelle Version 2.0.2 von Xen unterstützt Linux 2.4 und 2.6 sowie FreeBSD und NetBSD - an einer Portierung für OpenBSD wird gearbeitet. Applikationen wie Apache, MySQL oder PostgreSQL bedürfen dabei keiner Änderung - jede Distribution, beispielweise Red Hat, SuSE, Debian oder Mandrake, soll nach Austauschen des Kernels unmodifiziert laufen. Nach Angabe des Projekts wurde im Rahmen der Universität Cambridge auch schon Windows modifiziert, jedoch dürfen diese Veränderungen natürlich auf Grund der von Microsoft für Windows verwendeten Lizenz nicht weitergegeben werden.

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer (m/w/d) Testautomation Platform
    ING Deutschland, Frankfurt, Nürnberg
  2. Solution Architect (m/w/d) medizinische Dokumentation
    KBV Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin
Detailsuche

Abgesehen von dem Nachteil der Kernelmodifikation ist der Hauptvorteil von Xen die Geschwindigkeit, gefolgt von definierten Netzwerk- und I/O-Schnittstellen. Damit wird Xen unter anderem für große Serversysteme interessant, zum Beispiel im Datencenter, wo Server auf mehrere Kunden aufgeteilt werden können.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Xen - Paravirtualisierung für x86 als VMware-Konkurrent 
  1. 1
  2. 2
  3.  


axel668 11. Aug 2005

Guck mal bei IX-Soft, da kann man sowas gegen Rechnung / Bankeinzug kaufen. Versprich dir...

iggy 14. Jan 2005

Genau wie bei VMWare wird wohl auch die DirectX unterstützung nicht implementiert sein...

pennbruder 13. Jan 2005

also so wie ich die screenshots verstehe, sehe ich da die erste domain direkt am...

Casandro 13. Jan 2005

Naja, bei Xen geht es um was ganz anderes. Es geht darum, dass Du Server beliebig...

herbz@gmx.de 13. Jan 2005

Wenn du dir bei Strato oder 1und1 in Zukunft einen Server mietest, dann kommst du in...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut
"Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell"

Ganz wie der Imperator es wünscht: Der Lego UCS AT-AT ist riesig und imposant - und eines der besten Star-Wars-Modelle aus Klemmbausteinen.
Ein Praxistest von Oliver Nickel

Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut: Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell
Artikel
  1. Kryptowährung im Fall: Bitcoin legt rasante Talfahrt hin
    Kryptowährung im Fall
    Bitcoin legt rasante Talfahrt hin

    Am Samstag setzte sich der Absturz des Bitcoin fort. Ein Bitcoin ist nur noch 34.200 US-Dollar wert. Auch andere Kryptowährungen machen Verluste.

  2. eStream: Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb
    eStream
    Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb

    Der Wohnwagen Airstream eStream besitzt einen eigenen Elektroantrieb nebst Akku. Das entlastet das Zugfahrzeug und eröffnet weitere Möglichkeiten.

  3. Andromeda: Dieses Microsoft-Smartphone-Betriebssystem erschien nie
    Andromeda
    Dieses Microsoft-Smartphone-Betriebssystem erschien nie

    Erstmals ist ein Blick auf Andromeda möglich - das Smartphone-Betriebssystem, das Microsoft bereits vor einigen Jahren eingestellt hat.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 120,95€ • Alternate (u.a. AKRacing Master Pro Deluxe 449,98€) • Seagate FireCuda 530 1 TB (PS5) 189,90€ • RTX 3070 989€ • The A500 Mini 189,90€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /