Samsung: 320 MByte Flash-Speicher für Handys

Anders als häufig angenommen bestimmt nicht nur die Größe des Flash-Speichers die Leistungsfähigkeit eines Handys. Zwar ist der Flash-Speicher für Anwendungen wie Telefonbuch, Nachrichten und Digitalfotos oft der begrenzende Faktor, doch auch die Anwendungen selbst benötigen immer mehr DRAM. So hat beispielsweise Sony Ericsson beim Refresh seines Smartphones P900 zum P910 den Arbeitsspeicher von 16 auf 64 MByte glatt vervierfacht, damit das Telefon auch mit anspruchsvolleren Funktionen wie Blackberry-Diensten zurechtkommt.
Zusammen stellen die verschiedenen Speichertypen 320 MByte Flash-Speicher für Daten dar. Dazu kommen 64 MByte DRAM als Arbeitsspeicher und noch 24 MByte von Samsungs eigenem "UtRAM". Dabei handelt es sich um einen Spezialtyp, der ähnlich schnell wie statische SRAMs ist, aber kaum Strom benötigt. Mobilgeräte halten darin meist kurzfristig benötigte Daten wie den Bildschirminhalt oder Programmcode fest – ähnlich einem Cache in PC-Systemen.
Erscheint das heute noch etwas überdimensioniert, so sieht Samsung für derartige Module einen stark wachsenden Markt. Das Unternehmen beruft sich dabei auf die Marktforscher von iSupply, die für die kommenden Jahre jeweils 87 Prozent Zuwachs bei 3G-Telefonen sehen. [von Nico Ernst]



