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Jenaer Informatiker wollen Datenbanken mobiler machen

Neue Datenbankstruktur soll Menge der zu übertragenden Daten optimieren. Mit einer neuen Datenbankstruktur will ein Team am Lehstuhl von Prof. Dr. Klaus Küspert von der Universität Jena die Übertragung von Daten auf mobile Endegeräte beschleunigen. Die zum Patent angemeldete Struktur soll dafür sorgen, dass nur die benötigten Daten auf Handy oder Laptop übertragen werden.
/ Jens Ihlenfeld
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"Zum Patent angemeldet wurde eine neue Datenstruktur zur Indizierung relationaler Daten zum Zweck der effizienten Auswertung, Speicherung und Verwaltung von SQL-Anfragen zur dynamischen Replikation zwischen Rechnern" , fasst Christoph Gollmick, einer der drei Entwickler, das Verfahren zusammen. Gollmick arbeitet seit kurzem für SAP.

Durch eine spezielle Datenstruktur soll ein Zeitgewinn beim Übertragen der Daten entstehen. So solle ein dynamisches System entstehen, um so einmal festgelegte Strukturen aufzubrechen. Mit dem Verfahren der Jenaer Informatiker soll automatisch die optimale Datenmenge bestimmt werden, die der mobile Anwender benötigt und so die Übertragungszeit minimiert werden. Die Struktur entscheidet selbstständig, ob bei einer neuen Anfrage die Daten im Laptop ausreichen oder vom zentralen Server erneut abgerufen werden müssen.

Neu am Verfahren ist den Entwicklern zufolge, dass diese Datenstruktur datenunabhängig ist, alle wichtigen Konstrukte der SQL-Anfragesprache ermöglicht und das Sperren ausgewählter Daten für den Zugriff durch andere Nutzer erlaubt.

Neben dem Einsatz bei Firmen mit On-Demand-Schwerpunkten soll das Verfahren der Jenaer Absolventen auch für ein Reiseinformationssystem zum Einsatz kommen.


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