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Rettet Vivendi Ubisoft vor EA?

Angeblich verhandelt Ubisoft mit Vivendi Universal über Fusion. Vivendi Universal und Ubisoft haben angeblich erste Verhandlungen über eine Fusion geführt, um so eine möglicherweise drohende Übernahme von Ubisoft durch Electronics Arts (EA) zu verhindern, berichten diverse Quellen unter Berufung auf die französische Finanz-Zeitung L'Agefi, die sich ihrerseits auf eine nicht näher genannte Quelle beruft.
/ Jens Ihlenfeld
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Electronics Arts (EA) hatte im Dezember 2004 knapp 20 Prozent der Anteile an Ubisoft von Talpa Beheer, dem niederländischen Investment-Unternehmen des Endemol-Gründers John de Mol, übernommen . Damit wurde EA zum größten Anteilseigner von Ubisoft, die sich davon wenig begeistert zeigten und eine feindliche Übernahme durch EA befürchteten. Allerdings verfügen die Brüder Guillemot, die Ubisoft gründeten, noch über die Mehrheit der Stimmenzahl.

Aus einer Fusion von Vivendi Universal mit Ubisoft würde der größte europäische Spielehersteller mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro hervorgehen. Weltweit hätte aber weiterhin EA die Nase vorn. Offizielle Kommentare liegen von keinem der beiden französischen Unternehmen vor – weder von Vivendi Universal noch von Ubisoft.

Die Aktien von Ubisoft hatten nach Bekanntwerden der Beteiligung durch EA um mehr als 50 Prozent zugelegt. Gerüchte um eine Fusion mit Vivendi Universal könnten den Preis nochmals nach oben treiben, hätte EA damit doch einen Konkurrenten bei einer möglichen Übernahme. Offiziell hat EA allerdings noch kein Übernahmeangebot für Ubisoft unterbreitet.

Gegenüber Reuters soll auch Bruno Bonnel, CEO des ebenfalls aus Frankreich stammenden Unternehmens Infogrames/Atari, in Aussicht gestellt haben, Ubisoft bei einer möglicherweise drohenden Übernahme durch ein US-Unternehmen zu helfen.


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