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Wallace spamt nicht mehr

Spam-König will seine Spyware nicht länger verbreiten. Der inoffizielle "König des Spam" Sanford Wallace hat sich im Vorfeld eines Prozesses mit der US-Handelsaufsicht geeinigt. Auch ohne Urteil will er seine umstrittenen Programme nicht mehr in Umlauf bringen.
/ Ingo Pakalski
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Die US-Handelsaufsicht FTC wirft Wallace vor, mit seinen Firmen SmartBotPro.net und Seismic Entertainment über Webseiten den Surfern zunächst Spyware untergeschoben zu haben. Derartig infizierte Computer wurden mit Popup-Werbung überschüttet, die den Kauf einer Anti-Spyware von eben jenen Firmen empfahl. Die FTC hat die Vorwürfe auf ihrer Webseite ausführlich dokumentiert(öffnet im neuen Fenster) .

US-Berichten zufolge steht für den Prozess noch kein Termin fest – Wallace soll jedoch bereits eingelenkt haben. Demnach verpflichtete sich der Mann bereits am 20. Dezember 2004, die umstrittene Software nicht weiter zu verbreiten. Sanford Wallace – oft auch "Spamford" genannt – ist in Sachen Internetwerbung kein Unbekannter.

Nach Angaben des US-Magazins "Wired" verschickte er zu seinen Hochzeiten Ende der neunziger Jahre bis zu 25 Millionen Werbe-E-Mails pro Tag. Um weiter spammen zu können, lieferte er sich mit seiner damaligen Firma "Cyber Promotions" auch Duelle aus Klage- und Gegenklage mit Internetschwergewichten wie AOL, Compuserve und Earthlink. 1998 gab sich der "Spam King" geläutert und wollte nur noch auf Anfrage in einem "Opt-In"-Konzept Werbung verschicken. Eine Kurz-Biografie des notorischen Spammers findet sich, zusammen mit einigen aufschlussreichen Radio-Interviews, auf der Webseite(öffnet im neuen Fenster) der US-Talkerin Ann Devlin. [von Nico Ernst]


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