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Präparierte Windows-Media-Dateien schleusen Adware auf PCs

Wiedergabe mit Windows Media Player öffnet zahlreiche Pop-Up-Fenster. In verschiedenen Peer-to-Peer-Tauschbörsen wie etwa KaZaA sollen präparierte WMA- und WMV-Dateien in Umlauf sein, die bei der Wiedergabe mit dem Windows Media Player zahlreiche Pop-Up-Fenster öffnen und Adware installieren. Wie das US-Magazin PC World herausfand, stammen die entsprechenden Musikdateien von der Loudeye-Tochter Overpeer, die Verfahren anbietet, um den Tausch illegaler Dateien zu unterbinden.
/ Ingo Pakalski
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Nach eigenen Angaben hat PC World(öffnet im neuen Fenster) in unterschiedlichen Peer-to-Peer-Tauschbörsen insgesamt drei Windows-Media-Audio-Dateien sowie zwei Windows-Media-Video-Dateien gefunden, die beim Öffnen mit dem Windows Media Player eine Reihe von Pop-Up-Fenstern im Internet Explorer öffnen, anstatt die erwartete Musik bzw. das Video abzuspielen. Stattdessen versuchen die Pop-Up-Fenster, Adware auf das System zu installieren. Aber auch das Hinzufügen von Lesezeichen und das Ändern der Startseite vom Internet Explorer gehören zum Schadensrepertoire der Musik- und Videodateien.

Gegenüber PC World gab Marc Morgenstern, der Vice President von Loudeye und General Manager of Digital Media Asset Protection, an, dass die betreffenden Dateien von einer anderen Abteilung von Loudeye erstellt wurden. Diese Abteilung soll Kunden eigentlich mit Werbung und Promotion-Aktionen beliefern, die die in Peer-to-Peer-Börsen eingegebenen Schlüsselwörter berücksichtigen. Mit der Aktion will Loudeye nach Angaben von Morgenstern die Effizienz von Tauschbörsen mindern.

Die betreffenden Multimediadateien machen sich eine Eigenart vom Windows Media Player zu Nutze, die bei der Überprüfung von per DRM verschlüsselten Dateien auftritt. Der Windows Media Player ruft im Falle eines fehlenden Lizenzschlüssels normalerweise ein Internet-Explorer-Fenster in Form einer Lizenz-Dialog-Box auf, um darin etwa Informationen für eine Bestellmöglichkeit der Musik- oder Videodatei zu geben. Stattdessen erscheint bei der Wiedergabe der präparierten Windows-Media-Dateien allerdings ein Internet-Explorer-Fenster, das weitere Pop-Up-Fenster öffnet, um so unter anderem Adware zu installieren.

Eine Nachfrage von PC World ergab, dass Microsoft prüfen will, ob diese Methoden im Einklang mit den Lizenzbestimmungen stehen. Microsoft wolle nicht unterstützen, dass eine Datei andere Inhalte enthalte, als sie vorgebe.


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