SMS-Fahndung vor dem Aus
Die Täterjagd per Handy, von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) im Februar 2004 als "wertvolle Hilfe" für die Ermittler gepriesen, scheitert laut Focus vor allem an der geringen Akzeptanz. Nur drei Polizeibehörden (Lüneburg, Bochum und Magdeburg) beteiltigen sich an dem Projekt des Bundeskriminalamtes (BKA), gerade mal 1.132 Bürger lassen sich Fahndungsaufrufe aufs Mobiltelefon senden.
"Unsere Erwartungen sind nicht aufgegangen", sagte der Projektleiter der SMS-Fahndung in Bochum, Frank Nows, zu Focus. Man müsse ernsthaft überlegen, ob die Methode weiter angewendet werden könne. "Es macht keinen Sinn, dass wir allein auf weiter Flur kämpfen", so Nows.
Das BKA spricht hingegen Focus zufolge weiter von einer "sinnvollen Kommunikationsplattform" – vor allem für den internen Gebrauch. Immer mehr Polizisten tauschten Dienstinfos per SMS aus, etwa bei Castor-Einsätzen oder Sportveranstaltungen.
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