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Radeon X700 und neue X800-Chips bald auch für AGP?

Radeon X300 mit HyperMemory soll ebenfalls kommen. Bisher kann ATI Nvidias Mittelklasse-Grafikchip GeForce 6600 GT nur auf PCI-Express mit dem X700 kontern. Da der AGP-Markt noch sehr groß ist, arbeitet ATI derzeit an einem eigenen Brücken-Chip namens "Rialto" – dieser soll in "ein paar Monaten" so weit sein, wie ATI auf einer Investoren-Konferenz angab.
/ Christian Klaß
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Während Nvidia dank eines in beide Richtungen funktionierenden Wandlers sowohl AGP-8X-Grafikchips auf PCI-Express-Grafikkarten als auch PCI-Express-Grafikchips auf AGP-8X-Karten verwenden kann, kümmert sich ATI seit einer Weile nur noch um PCI-Express und verlässt sich für AGP 8X auf sein bestehendes Chipangebot. Ohne Rialto müsste ATI AGP entweder links liegen lassen oder eigene AGP-Versionen seiner Chips entwickeln.

Auch mit dem in Entwicklung befindlichen Rialto sieht ATI-CEO David Orton auf AGP oder PCI-Express spezialisierte Chips als effizienteren Weg. Womit er vermutlich die technischen Aspekte meint, denn wirtschaftlich dürfte es sinnvoller zu sein, einen Brücken-Chip und PCI-Express-Grafikchips anstatt zweier paralleler AGP- und PCI-Express-Chipserien zu entwickeln und zu fertigen. Zumindest anfangs gab es wegen Nvidias Brücken-Chip allerdings Beschwerden seitens asiatischer Grafikkarten-Hersteller, denen der AGP/PCIe-Wandler zu teuer war.

Laut Industrie-Quellen von Xbit Labs(öffnet im neuen Fenster) soll Rialto in Kürze von einem ATI-Partner gefertigt werden, ab wann erste Grafikkarten mit dem Brücken-Chip auf den Markt kommen, sei bisher noch nicht klar. Ebenfalls ist noch nicht bekannt, ob Rialto – wie auch Nvidias konkurrierende Technik – in beide Richtungen (AGP nach PCIe, PCIe nach AGP) wird wandeln können oder ob damit nur PCI-Express-Chips auf AGP-8X-Grafikkarten eingesetzt werden können. Orton zufolge liegt darauf der Hauptfokus bei der Entwicklung, alles andere erscheint auch nicht sinnvoll – zumal es mit Brücken-Chip keinen Sinn mehr ergibt, reine AGP-Chips zu entwickeln.

Mit Rialto könnte ATI seine PCI-Express-Grafikchips X300, X700, die neueren X800-Chips und das aktuelle Topmodell X850 auch für AGP-Systeme anbieten. Seinen Low-End-PCI-Express-Chip X300 will ATI laut eines Digitimes-Berichts(öffnet im neuen Fenster) ab Anfang 2005 mit HyperMemory ausstatten, womit der lokale Grafikspeicher zu Gunsten einer Shared-Memory-Lösung per PCI-Express ausgelagert wird und somit auch die Hardware-Kosten verringert werden können. ATI hatte seine Technik zwar früher als Nvidia angekündigt, bisher aber nur in Notebooks und PC-Chipsätze integriert – von Nvidia-Partnern gibt es bald GeForce-6200-Grafikkarten mit TurboCache , auch hier wird aus Kostengründen auf den PC-Hauptspeicher gesetzt, was allerdings auch Leistung kostet.


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