Justizministerium will über Urheberrechtsnovelle diskutieren

Privatkopie.net fordert "Digitale Revolution für alle"

Das Bundesjustizministerium hat seiner Informationskampagne "Kopien brauchen Originale" nun ein Online-Forum zur Seite gestellt. Dort will man Interessierten die Möglichkeit geben, aktiv an der Novelle des Urheberrechts teilzunehmen.

Artikel veröffentlicht am ,

"Ziel der Urheberrechtsnovelle ist ein zukunftsfähiges und von Verbrauchern und Rechtsinhabern gleichermaßen akzeptiertes Urheberrecht", sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. "Das Forum bietet allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, die Fragestellungen eines modernen Urheberrechts zu diskutieren." Die Ministerin schätzt die Neugestaltung des Urheberrechtsgesetzes als eine der wichtigsten Weichenstellungen für die zukünftige Entwicklung der digitalen Wissensgesellschaft ein.

Stellenmarkt
  1. Trainee (w/m/d) IT System Engineer / Workplace
    Computacenter AG & Co. oHG, verschiedene Standorte
  2. Applikationsbetreuer / Softwareentwickler / Datenbankadministrator (m/w/d)
    Karl Simon GmbH & Co. KG, Aichhalden
Detailsuche

Derweil haben die Initiative Privatkopie.net, das Netzwerk Neue Medien und das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V. ihre Forderungen gemeinsam in einem Papier unter dem Titel Digitale Revolution für alle deutlich zusammengefasst: Gefordert wird, die in § 53 UrhG geregelte Privatkopieschranke in vollem Umfang, also auch in digitaler Form, in die Durchsetzung von Schrankenbestimmungen (§ 95b UrhG) aufzunehmen. Auch soll der Gesetzgeber entsprechend den Verpflichtungen aus der Berner Übereinkunft die Zitatschranke des § 51 in die Durchsetzung von Schrankenbestimmungen (§ 95b UrhG) einfügen.

In Bezug auf Peer-to-Peer-Systeme solle sich der Gesetzgeber nicht der Realität verweigern: Da P2P-Tauschbörsen nicht aufzuhalten seien, sei eine Kultur-Flatrate die einzig vernünftige Lösung. Hier soll die Bundesregierung die Möglichkeiten und Chancen einer kollektiven Rechtewahrnehmung im Online-Bereich ausloten und eine breite Auseinandersetzung darüber anstoßen.

Auf EU-Ebene soll sich die Bundesregierung für eine Revision der Informations-Richtlinie engagieren, "um einen der Internet-basierten digitalen Wissensordnung angemessene Interessenausgleich zu erzielen. Es ist nicht hinnehmbar, dass mit Verweis auf die Chimäre DRM die bestehenden Schrankenbestimmungen außer Kraft gesetzt werden", heißt es in dem Papier.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Knuffel 10. Jan 2005

hab ich was von Verbrecher gehört? Gesetze sind für alle gleich und wenn Tauschbörsen...

omega 29. Dez 2004

Ihr kommt auf Ideen... abgesehen dass manche Sachen völlig bei den Haaren herbeigezogen...

SpaMMy DX 29. Dez 2004

Mit anderen Worten es ist besser, weil man bei Premiere schwarzsehen kann. Ich kann nur...

Cyborg 29. Dez 2004

das Beispiel mit der GEZ ist gar nicht schlecht. Fernsehen kann man nämlich auch bald...

Roman Laubinger 29. Dez 2004

Schön. Und das funktioniert dann wie? Wie bei der GEZ? Jeder löhnt für diese Flatrate...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kernnetz
Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus

Die Deutsche Telekom hat einen besseren Cisco-Router in ihrem zentralen Backbone installiert. Der erreicht 260 TBit/s und wirft Fragen zur IT-Sicherheit auf.

Kernnetz: Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus
Artikel
  1. Geekbench & GFXBench: Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max
    Geekbench & GFXBench
    Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max

    Das Apple Silicon schneidet gut ab: Der M1 Max legt sich tatsächlich mit einer Geforce RTX 3080 Mobile und den schnellsten Laptop-CPUs an.

  2. Breko: Einfacher geht Förderung des Glasfaserausbaus nicht
    Breko
    Einfacher geht Förderung des Glasfaserausbaus nicht

    Die Förderung des FTTH-Ausbaus kann laut Breko nicht einfacher werden. Und sie funktioniert schlecht.

  3. Windows 11: User wollen separate Fenster in der Taskleiste zurück
    Windows 11
    User wollen separate Fenster in der Taskleiste zurück

    Windows 11 gruppiert Instanzen einer App zusammen und streicht die Möglichkeit, sie separat anzuzeigen. Das gefällt der Community gar nicht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • HP Herbst Sale bei NBB: Bis zu 500€ Rabatt auf Gaming-Notebooks, Monitore uvm. • Kingston RGB 32GB Kit 3200 116,90€ • LG OLED48A19LA 756,29€ • Finale des GP Anniversary Sales • Amazon Music 3 Monate gratis • Saturn Gutscheinheft: Direktabzüge und Zugaben [Werbung]
    •  /