RegTP: Sperr e.V. soll Karten sperren
Die Zuteilung durch die RegTP beinhaltet ausschließlich eine Entscheidung über das Nutzungsrecht an der neuen Rufnummer. Ihre Einrichtung und der Betrieb des zentralen Sperrverfahrens obliegen dem Sperr e.V., der diese selbst zu organisieren hat. Die Zuteilungsauflagen sehen vor, dass innerhalb von 180 Kalendertagen nach Zuteilung der Wirkbetrieb aufgenommen wird, der Dienst muss also Anfang Juli 2005 starten.
Mit dieser leicht merkbaren Rufnummer soll die sofortige Sperrung von elektronischen Berechtigungen wie z.B. EC- und Kreditkarten, Handys, digitalen Signaturen, Krankenkassenkarten, Mitarbeiter-Ausweisen und diversen Kundenkarten über eine zentrale Stelle ermöglicht werden. Bisher muss derjenige, der sein Portemonnaie oder Handy verliert, die jeweiligen Telefonnummern der verschiedenen Anbieter anrufen, um seine Karten schnellstmöglich zum Schutz vor Missbrauch sperren zu lassen.
Die Rufnummer muss und soll aus dem Inland entgeltfrei erreichbar und im Interesse von Sprach- und Hörbehinderten auch faxfähig sein. Auch aus dem Ausland werde es möglich sein, die Rufnummer zu erreichen, so der Sperr e.V.
Der Sperr e.V.(öffnet im neuen Fenster) als Initiator und Förderer des Sperr-Notrufs wird von einem Netzwerk aus Wirtschaft, Politik und Verbänden, vor allem der Initiative D21, unterstützt. Zu den Mitgliedern zählen arvato direct services (Bertelsmann AG), die Bosch Sicherheitssysteme GmbH, die EURO Kartensysteme GmbH, Novell Deutschland, die SERVODATA GmbH und die Siemens AG.
Die Ausschreibung der Sperr-Rufnummer war auf Non-Profit-Organisationen beschränkt.



