HackABike: Hacker modifizieren Miet-Fahrräder der Bahn

Dem Bericht zufolge war der Hack aber alles andere als trivial und erforderte ein gehöriges Maß an Reverse-Engineering und ein nicht richtig abgeschlossenes Fahrrad als Testobjekt. Die anonymen Hacker bauten die Elektronik komplett auseinander und machten sich daran, den Assembler-Code der Sicherungselektronik zu durchleuchten.
Zwar wollte das System zunächst nicht booten, doch der Zufall half den Hackern, denn ein durch eine Glühlampe ausgelöster Infrarot-Sensor entriegelte das störrische System. So gelang es später, die von einem Scrambler generierten Ausleih- und Abgabecodes zu durchschauen und das Call-A-Bike letztendlich mit eigener Software samt HackABike-Logo und einer Hintertür auszustatten. Da notwendige Lockbits nicht gesetzt sind, konnte anschließend auch die Software anderer Räder modifiziert werden.
Dabei achtete man auch auf Sicherheit, schließlich soll trotz Backdoor Code keinem normalen Kunden, der das Rad nur geparkt hat, dieses weggeschnappt werden können.
Ein geschulter Hacker brauchte etwa 12 Minuten um zwei CallABikes parallel zu modifizieren, wobei derzeit rund 10 Prozent der CallABikes in Berlin umgerüstet worden sein, heißt es in dem Bericht. Allerdings setzten die Hacker auch die entsprechenden Lockbits, so dass niemand die eingebaute Hintertür auslesen kann.
Für das technische Design des CallABike-Systems haben die Hacker sogar ein Lob übrig, dieses sei sehr gut. Eine detailliert und sehr lesenswerte Beschreibung des "Hacks" findet sich beim CCC(öffnet im neuen Fenster) .